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Trapezblech für das Dach



Das Dach ist grundsätzlich für die Sicherheit, das Wohnklima und die Energiebilanz des gesamten Hauses verantwortlich. Hierbei ist zu beachten, dass Eindeckungsmaterial extremen Witterungs­verhältnissen ausgesetzt wird und daher äußerst robust und fachgerecht verbaut sein muss, wobei Nachhaltigkeit von großer Bedeutung ist.

Zu den Vorteilen profilierter Bleche zählen geringes Gewicht sowie schnelle und günstige Montage. Nachteilig sind etwaig notwendige zusätzliche Wärme-, Schall- und Brandschutzmaßnahmen. Am häufigsten wird das Stahltrapezblech, standardmäßig verzinkt und beschichtet, eingesetzt. Trapezblech-Bahnen können auf Stahl-, Beton- oder Holz-Unterkonstruktionen montiert werden.

Vor Montagebeginn muss die Unterkonstruktion genau kontrolliert werden. Sie muss rechtwinklig und lotrecht sein, eine ebene Fläche bilden sowie Mindestauflagerbreiten müssen eingehalten werden. Die maximalen Lattenabstände werden anhand der Belastungstabelle definiert und dürfen keinesfalls überschritten werden, um die Tragfähigkeit der Konstruktion nicht zu gefährden. Im Zweifelsfall ist es ratsam, detaillierte Informationen beim Hersteller einzuholen.

Die einzuhaltende Mindestdachneigung, sowie Diagonal-, Längen- und Breitenmaße der Dachfläche sind gleichfalls zu überprüfen und gegebenenfalls erforderliche Anpassungsarbeiten durchzuführen. Kleinere Maßdifferenzen können durch Montage von Kantteilblechen ausgeglichen werden. Zum Begehen des Trapezblechdaches sind Schuhe mit weicher rutschfester Sohle gut geeignet.

Im Folgeschritt sind Rinnenhalter für Regenrinne und Traufenblech zu befestigen. Die Verlegerichtung der Trapezblechtafeln wird vor Montagebeginn bestimmt. Sie verläuft im Regelfall, um das Eindringen von Wasser zu vermeiden, entgegen der Hauptwindrichtung. Beim Aufbringen der ersten Platte ist besonders auf Präzision zu achten. Die untere Reihe der Blechbahnen ist mit einem Überstand von 20 bis 30 Millimeter über der Unterkonstruktion zu montieren, damit das Regenwasser direkt in die Regenrinne ablaufen kann.

Die Montage der folgenden Blechbahnen muss von der Traufe nach oben, Richtung First erfolgen. Bei geringer Dachneigung ist die Überlappungsstelle der benachbarten Trapezblechbahnen abzudichten, beispielsweise mit Kompriband oder speziellem Fugendichtstoff. Von Silikon-Benutzung ist hierbei abzuraten, da diese zu Beschädigung der Schutzbeschichtung führen kann.

Trapezblechbahnen dürfen auf keinem Fall mit einer Flex geschnitten werden, da sonst die Schnittkanten zum Glühen gebracht werden und Funkenflug entsteht, wodurch der Korrosionsschutz verloren geht. Optimale Schneidwerkzeuge sind hingegen elektrische Blechschere oder Stichsäge, wobei entstehende Späne gründlich entfernt werden müssen. Die Blechtafeln dürfen niemals über die Dachoberfläche geschleift werden um die Schutzbeschichtung nicht zu beschädigen. Kleinere Beschichtungsschäden können durch Auftragen von Lacken auf Acryl- oder PVC-Basis mit dem Pinsel behoben werden.

Die Blechbahnen werden normalerweise an der Traufe, am First und am Rand mit je einer Schraube in jeden Profiltal an der Unterkonstruktion befestigt. In den restlichen Bereichen reicht eine Schraube in jedem zweiten Tal aus. Die Wahl der Befestigungsschrauben hängt von der Unterkonstruktion ab. Bei einer Holzunterkonstruktion sind beispielsweise zugelassene selbst schneidende verzinkte oder Edelstahl-Schrauben mit Dichtung zu empfehlen. In bestimmten Fällen können die Trapezblechbahnen auf den Obergurten mittels Kalotten befestigt werden.

Kleinere Durchdringungen können unkompliziert ohne Auswechslung der Unterkonstruktion mit Hilfe von Aufsatzkränzen oder Rohrmanschetten ausgeführt werden. Größere Öffnungen erfordern hingegen eine Auswechslung der Tragkonstruktion gemäß statischer Berechnung. Die Firstabdeckungen sind individuell an die vorhandene Dachneigung anzupassen. Beim Einsatz gezahnter Firstbleche ist es aus Präzisionsgründen ratsam diese zweiteilig auszuführen. Das Ortgangblech soll zwei Obergurtsicken überdecken, damit sichere Befestigung gewährleistet ist. An der Traufe muss zudem Schneefangprofil und Windleitblech angebracht werden.

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