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Schwingtür – welches Scharnier eignet sich?



Schwingtüren, oft auch als Pendeltüren bezeichnet, öffnen sich je nach Ausführung nach Innen oder Außen, um sich anschließend wieder selbstständig zu schließen. Sie besitzen keinen Stulp und haben meist einen minimalen Öffnungswinkel von 90 Grad. Die so genannte Rückholstärke ist individuell einstellbar. Besonders in der Gastronomie findet diese Türart häufig Verwendung. Schwingtüren eignen sich aber auch für den privaten Gebrauch in der Küche oder in Duschkabinen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick sind sie ohne großen Aufwand selbst zu montieren.

Wichtig ist, die richtigen Scharniere zu verwendet, damit die Tür ihre Funktion und optimalen Halt erhält. Ein Scharnier verbindet die Tür mit dem Rahmen und ermöglicht die Beweglichkeit. Auch andere bewegliche Bauelemente können mit einem Scharnier verbunden werden, ebenso Behältnisse oder Ähnliches. Das jeweilige Scharnier muss dabei sowohl die Last des zu bewegenden Elements, als auch die Kraft der Bewegung Stand halten. Ein Türscharnier beinhaltet eine Achse zur Befestigung aus mindestens zwei Buchsen, die an gelochten Türbändern befestigt sind. Mit Schrauben – manchmal auch mit Nägeln – befestigt man das Verbindungsstück fest und stabil. Je nach Wunsch gibt es meist 80 oder 360 Grad Scharniere, die das Öffnen in beide, oder in eine Richtung ermöglichen.

Pendeltürbänder / Bommerbänder

Für Schwingtüren werden idealerweise Pendeltürbänder oder Bommerbänder verwendet. Westernbeschläge sind auch eine häufig benutzte Scharnierart. Pendeltürbeschläge haben eine eingebaute Spiralfeder, die nötig ist, damit sich die Türen wieder selbstständig schließen und in den Ursprungszustand gehen, ohne laute Geräusche zu machen. Die Pendeltürbänder haben meist zwei Aufschraubbänder mit einem Kegel oder Rollen. Diese wiederum sind mit einer starren Stahlplatte verbunden, um den nötigen Halt zu gewährleisten. Je nach Stärke des Türblatts variiert auch die Länge der Verbindungsstücke. Der passende Lappen zu den Aufschraubbändern wird am Türrahmen fest und sicher verschraubt. Pendeltürbänder werden auch als Bommerband bezeichnet, was auf den Schlossermeister Bommer, dem Erfinder dieser Türbeschläge, zurückzuführen ist.

Zapfenbänder

Als Alternative zu den Bommerbändern können auch so genannte Zapfenbänder verwendet werden, wo das dazugehörige Pendelwerk im Boden eingelassen wird. Durch einen Traghebel erfolgt die Lastenübertragung von der Tür auf das Lager. Sie bestehen aus zwei Teilen und stellen ebenfalls die Beweglichkeit zwischen Tür und Rahmen her. Besonders in der Verbindung mit Bodentürschließern wird auf diese Technik zurückgegriffen. Zapfenbänder werden auch verwendet, wenn die Drehachse der Tür, wegen Pfosten oder ähnlichem, vor der Türebene liegt.

Auch bei Türblättern die aus einem Kaltprofil oder Rohrrahmen bestehen, wird diese Scharnierart eingebaut. Zapfenbänder benötigen ein zusätzliches Anschweißband, das letztendlich Bewegung zwischen Tür und Rahmen herstellt. Der Flachstahl wird mit einem Schweißgerät an die Stahlzarge befestigt. Meist findet diese Befestigungsart bei Industrietüren Verwendung, da die ästhetische Komponente, hinter dem funktionellen Aspekt zurücksteckt. Um Pendeltüren in eine fixierte Ruhestellung bringen zu können, gibt es ein kleines Einsteckschloss, welches eine einfache tonnenförmige Falle enthält. Bei Druckausübung löst sich diese, so dass sie sich die Tür wieder öffnen lässt.

Man sollte bei der Auswahl des passenden Scharniers darauf achten, dass die Verarbeitung hochwertig ist. Das Schließen der Tür sollte geräuschlos und ohne mehrere Pendelbewegungen erfolgen. Dies ist besonders in öffentlich genutzten Räumen oder Gastronomie-Betrieben notwendig, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren und Arbeitsabläufe zu optimieren.

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