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Schattenfuge an der Decke



Eine verkleidete Decke ermöglicht unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Neben zahlreichen Materialien können durch spezielle Unterkonstruktionen auch Installationsleitungen, Kabel, oder eine Schall- beziehungsweise Wärmedämmung mit integriert werden, ohne dass sie optisch auffallen. Bei jeder Deckenkonstruktion sollte jedoch auch eine Schattenfuge mit eingebaut werden. 

Eine Schattenfuge an der Decke bezeichnet eine Fuge zwischen Decke und Wand die eingearbeitet wird, um beides voneinander optisch zu trennen. Generell sind Schattenfugen lediglich ein umlaufender Abstand zwischen der Oberfläche zweier Bauteile, die aneinander grenzen. Die Gründe für eine Schattenfuge an der Decke können unterschiedlich sein. Bei manchen hat es rein praktische Gründe. Eine abgehängte Unterdecke oder eine Türblockzarge können zum Beispiel Risse in Baustoffen verdecken. Eine Schattenfuge löst die einzelnen angrenzenden Bauteile voneinander.

Eine Schattenfuge an der Decke lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise anfertigen. Zum einem besteht die Möglichkeit den Putz, die Holzverkleidung oder auch die Gipskartonbeplankung, die an einer Wand oder auch an der Decke befestigt worden sind, etwa 1 bis 3 Zentimeter vor der angrenzenden Decke, Wand oder dem Fußboden aufhören zu lassen. Hier ist es wichtig besonders exakt zu arbeiten.

Die einzelnen Kanten sollten stets sehr gerade und sauber geschnitten sein. Bei ungeraden Bauteilen, sollte man stets parallel arbeiten, um Ungenauigkeiten nicht noch weiter zu verstärken. Nur wer genau und präzise arbeitet, erhält hinterher ein gutes Ergebnis. Bei einer Schattenfuge fallen bereits kleine Patzer unangenehm stark ins Gewicht. Möchte man den Bereich der Schattenfuge noch zusätzlich optisch verstärken, besteht die Möglichkeit, den Bereich zwischen dem durchscheinenden Untergrund, also wo sich die Schattenfuge befindet, in einem dunklen Ton zu streichen. Hier ist es sinnvoll, diesen Schritt bereits vor der endgültigen Monate der Unterkonstruktion anzufertigen, weil so vermieden wird Holz- oder Putzbestandteile mit Farbe zu beschädigen.

Besteht die Verkleidung der Decke oder Wand aus Holz, werden zur Herstellung einer Schattenfuge gehobelte Bretter verwendet, um die Unterkonstruktion herzustellen. Besonders bei einer Holzverkleidung ist die Schattenfuge besonders wichtig. Holz ist ein „lebendes“ Material, das heißt Holz arbeitet, es kann sich zusammenziehen oder ausdehnen. Deswegen sollte man in jedem Fall immer eine mindestens 20 Millimeter große Fuge zwischen Wand und Decke einbauen.

Besonders bei Holzkonstruktionen bietet sich eine einfache Herstellungsmethode an: Die Arbeit mit der Schattenfugensäge. Sie ermöglicht ein gleichmäßiges und exaktes Ausarbeiten der Fuge. Es handelt sich bei der Schattenfugensäge um eine Handkreissäge die nur für die Herstellung dieser Fugen hergestellt wurde. Mit dieser speziellen Säge ist der Wandabschluss der Deckenverkleidung sehr einfach herzustellen.

Da man für eine Holzdeckenkonstruktion oftmals Nut- und Federbretter verwendet, ist der Aufwand einer Schattenfuge auch nicht sonderlich groß. Nachdem man die einzelnen Bretter an der Decke montiert hat, wird der gewünschte Abstand mit der Säge ausgesägt. Die Breite der Fuge wird je nach individuellen Vorlieben und Wünschen mit dem jeweiligen Anschlag eingestellt. Jetzt muss man die Schattenfugensäge nur noch an der Wand entlang führen, damit das Holz ausgesägt wird. Dadurch geht man auch sicher, dass der Ausschnitt parallel zur Wand ausgeführt wird.

Auch spezielle schon fertig gesägte Schattenfugenbretter gibt es im Handel zu kaufen, die lediglich montiert werden müssen. Dadurch entfällt die Arbeit des Sägens, ist jedoch auch vergleichsweise teurer, als wenn man die Bretter eigenständig zuschneidet.

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