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Schaltplan für Lichtschalter



Das Wort „Lichtschalter“ ist allgemeiner Sprachgebrauch. Begonnen hat sein Dasein als der klassische Ausschalter, der von einem bestimmten Ort aus eine Lampe ein- und ausschalten sollte. Weil die Industrie aber schon bald Leuchten herstellte, die mit mehreren Glühlampen bestückt waren, die aber nicht immer alle gleichzeitig leuchten sollten, entstand der Serienschalter. Er schaltete die Glühlampen in zwei Gruppen.

Der Wunsch, von zwei Schaltstellen aus die Leuchte schalten zu können, führte zur Entwicklung des Wechselschalters und weil die Flure damals oft lang waren und zwei Schalter immer noch nicht ausreichten, entwickelten die Hersteller den Kreuzschalter, der in beliebiger Anzahl zwischen zwei Wechselschaltern an den Enden der Schaltung positioniert werden konnte.

Als das Installationsrelais entwickelt worden war, kam als Alternative zur Kreuzschaltung der Einsatz von Tastern, die in beliebiger Anzahl das Relais ansteuern, welches daraufhin die Leuchte schaltet. Eine Variante, die wesentlich weniger Adern in den Leitungen erfordert und für den Ungeübten einfacher zu installieren ist. Der Serienwechselschalter schließlich ist in der Installation so aufwändig, dass er hier nicht einbezogen werden sollte.

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Leuchtenschaltung aufzubauen. Entweder wird nur eine Leitung zum Schalter verlegt und die Schaltung wird in einer Abzweigdose verklemmt. In der modernen Elektroinstallation hingegen verwendet man heute tiefe Schalterdosen, in der sowohl die dreiadrige Zuleitung als auch die Lampenleitung durchgeschaltet werden.
Grundregel der Schaltungen ist, dass der schwarze Leiter der Zuleitung, der stromführende Leiter, auf die mit „P“ gekennzeichnete Klemme gehört. Alle grün-gelben Leiter (Schutzleiter) werden gemeinsam auf eine Steckklemme geführt und auf dem Boden der Schalterdose Platz sparend einsortiert. Die blauen Leiter sind die Nullleiter, die genauso auf eine Steckklemme geführt und einsortiert werden.

Sind diese Vorarbeiten erledigt, muss nun bei einer Ausschaltung nur noch der stromführende Leiter der Lampenleitung auf die mit einem abgehenden Pfeil gekennzeichnete Klemme des Ausschalters geführt werden. In der dreiadrigen Leitung ist dies der schwarze Leiter, bei fünf Adern sollte der braune verwendet werden. Diese Adern (schwarz bzw. braun sowie blau und grüngelb) bilden die Anschlussklemmen an der Leuchte. Beim Serienschalter wird genauso verfahren, nur dass nun am Schalter zwei mit abgehendem Pfeil gekennzeichnete Klemmen vorhanden sind, die mit braun und grau der fünfadrigen Lampenleitung belegt werden.

Beim Wechselschalter sind die beiden mit abgehendem Pfeil gekennzeichneten Klemmen die „Korrespondierenden“. Zur Verbindung zweier Wechselschalter wird ein fünfadriges Kabel verlegt, dessen grauer und brauner Leiter diese „Korrespondierenden“ miteinander verbindet. Im Unterschied zur Aus- und Serienschaltung wird nun die Zuleitung (schwarz auf „P“) nur auf einen der beiden Wechselschalter geführt. Die „P“-Klemme des zweiten Wechselschalters wird mit schwarz bzw. braun der Lampenleitung belegt. Blau und grüngelb werden wie immer durchgeklemmt und fertig ist die Wechselschaltung.

Soll daraus eine Kreuzschaltung entstehen, werden die Kreuzschalter lediglich zwischen die Wechselschalter an den Enden geschaltet und mit grau und braun (2x ankommender Pfeil, 2x abgehender Pfeil) belegt. Schwarz, blau und grüngelb werden jeweils auf Steckklemmen durchgeschaltet.

All diese Schaltungen dienen nicht nur Beleuchtungszwecken. Sie finden beispielsweise auch als „Standby-Schaltung“ für Steckdosen Verwendung. Bei maximal 2000 W haben die Schaltkontakte jedoch ihre Belastbarkeitsgrenze erreicht. Es ist also wichtig, an den nachgeschalteten Steckdosen keine noch größeren Verbraucher insgesamt anzuschließen.

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