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Rohbau Kosten



Bei einem Hausbau spielen die Kosten eine wichtige Rolle. Je realistischer sie im Vorfeld geplant sind, desto weniger ist hinterher mit bösen Überraschungen zu rechnen. Die Baukostenermittlung sollte deshalb mit großer Sorgfalt geschehen, am besten zusammen mit dem Architekten.

Die Gesamtkosten für einen Hausbau setzen sich aus unterschiedlichen Positionen zusammen: die Kosten für das Grundstück, die Planung, Kosten für den Rohbau, für den Ausbau und sonstige Kosten, unter die zum Beispiel Gebühren und ähnliches fallen.

Am Anfang der Baukostenermittlung steht in der Regel eine Kostenschätzung, die allerdings noch nicht sehr differenziert ist. Die Kostenschätzung wird meist als Grundlage für einen Finanzierungsplan genutzt. Danach muss eine detaillierte Kostenberechnung folgen, welche die angenäherten Kosten bestimmt.

Diese Kostenberechnung bildet normalerweise die Grundlage für die Entscheidung eines Hausbaus und gleichzeitig auch die Grundlage für die Finanzierung. Der dritte Schritt ist dann ein Kostenvoranschlag, der die zu erwartenden Kosten gegenüber der Kostenberechnung nochmals konkretisiert.

Die größten Kostenpositionen sind in der Regel diejenigen für den Erwerb des Grundstücks, für den Ausbau und den für den Rohbau. Die Kosten für den Rohbau können bis zu 50 % der Gesamtkosten betragen. Zum Rohbau gehören unter anderem das Fundament und der Keller, Mauer- und Betonarbeiten, Treppen, Dachstuhl und Klempnerarbeiten.

Nach Fertigstellung des Rohbaus ist das Haus außen weitgehend fertig, weist aber noch kaum eine Ausstattung im Inneren auf. Der Rohbau ist also quasi das Skelett des Hauses. Ein wesentlicher Punkt beim Rohbau ist die Wärme- und Schalldämmung der Wände und auch der Decken. Mit dem Rohbau werden also wichtige Weichen für den gesamten Bau gestellt.

Die Kosten für den Rohbau eines Einfamilienhauses lassen sich grob in 60 % Arbeitskosten und 40 % Materialkosten aufgliedern, wobei es natürlich immer abhängig davon ist, welche Materialien zum Einsatz kommen. Derzeit werden die Kosten für den Rohbau mit durchschnittlich 700 – 800 € pro Quadratmeter veranschlagt. Das ist allerdings nur ein Durchschnittswert, der lediglich als grobe Richtschnur für die Planung dienen kann.

Sowohl für die Materialien, als auch für die Arbeitsleistungen, sollten in jedem Fall mehrere Angebote eingeholt und miteinander verglichen werden. Die Kosten lassen sich unter Umständen minimieren, wenn das Material direkt vom Materialproduzenten beschafft werden kann. Allerdings ist dies bei kleinen Abnahmemengen nicht immer möglich. Es gibt Baufirmen, die sich auf den so genannten „geführten Selbstbau“ spezialisiert haben. Diese Baufirmen können sowohl bei der Beschaffung der Baustoffe als auch bei der Erbringung von Eigenleistungen behilflich sein.

Hinsichtlich der Eigenleistung ist der Rohbau allerdings eher ein schwieriger Bauabschnitt, um die Kosten dadurch zu reduzieren. Da besonders für die Arbeiten am Rohbau spezifische Fachkenntnisse und teilweise auch besondere Geräte erforderlich sind, eignet sich dieser Bauabschnitt für die Erbringung von Eigenleistungen nur dann, wenn das entsprechende Wissen vorhanden ist und die erforderlichen Gerätschaften kostengünstig beschafft werden können.

Fehler am Rohbau hingegen können im Nachhinein zu erheblichen zusätzlichen Belastungen führen, nicht nur im finanziellen Bereich. Der Rohbau beinhaltet unter anderem die Statik des Hauses und ist somit also das alles entscheidende Tragwerk. Wenn der Rohbau dann allerdings steht, ist ein wesentlicher Meilenstein geschafft.

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