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Randdämmstreifen verlegen und anbringen



Randdämmstreifen bestehen aus Mineralwolle oder aufgeschäumten PE. Sie sind ein wichtiges Baumaterial bei Sanierungen, Schall- und Wärmedämmungen sowie beim Einbau von Fußbodenheizungen. Randdämmstreifen werden zwischen normalem Estrich oder Schüttdämmungen an Wänden eingebaut, und zwar knapp oberhalb des Fußbodenoberbelags.

PE oder Rippenwellpappe

Randdämmstreifen werden aus zwei verschiedenen Werkstoffen hergestellt, PE oder Rippenwellpappe. Die PE-Randdämmstreifen werden in einem größeren Format, 150 x 10 Millimeter, hergestellt und lassen sich bis auf 5 Millimeter zusammendrücken. Zum Verkleben auf der Trennlage sind sie mit einer Folienlasche ausgestattet. PE-Randdämmstreifen können mit allen Estricharten, die kalt aufgebracht werden, verbaut werden. Randdämmstreifen aus Rippenwellpappe werden in einem etwas kleineren Format, 140 x 4 Millimeter, hergestellt. Rippenwellpappe lässt sich bis auf drei Millimeter zusammendrücken, verfügt aber über keine Folienlaschen zum Ankleben auf der Trennlage. Rippenwellpappe wird in der Regel mit Gussasphaltestrichen verarbeitet.

Aufgaben von Randdämmstreifen

Wie der Name bereits sagt, dienen Randdämmstreifen in erster Linie zur Dämmung von Fußböden und Wänden. Zur Körperschallentkopplung von aufsteigenden Bauteilen, wie Estrichplatten, Trockenestrichplatten, Parkett und Fliesen. Da die genannten Bauteile Trittschall leiten, muss dieser durch Randdämmstreifen abgefangen und vermindert werden. Neuralgische Punkte sind vor allem die Randübergänge vom Fußboden zu den Wänden. Hier können Randdämmstreifen die Trittschallübertragung vom Boden auf die Wände verhindern. Eine weitere wichtige Funktion ist, der Rissbildung des Estrich vorzubeugen. Das Einbauen von Randdämmstreifen sollte so vorgenommen werden, dass die Estrichplatten nicht innerhalb der Wände eingeengt werden, sondern die Möglichkeit erhalten, sich auszudehnen.

Verlegung von Randdämmstreifen

Grundsätzlich müssen Randdämmstreifen an Wänden und allen anderen aufsteigenden Gebäudeteilen, wie beispielsweise Rohrleitungen, angebracht werden. Sofern die Aufbauhöhe die Breitenabmessung des Randdämmstreifens übertrifft, werden die Streifen stets vor der letzten Dämmschicht eingebaut. Es ist darauf zu achten, dass der Randdämmstreifen bis zur Oberkante des Oberbelags reicht. Randdämmstreifen müssen während des Aufbringens von Estrichschichten gegen Lageveränderungen geschützt werden.

Es ist wichtig, die Ecken sauber auszufüllen und freie Stellen durch Überlappungen zu vermeiden. Erst wenn der gesamte Oberbelag, wie z.B. Parkett oder Fliesen, verlegt ist, darf der Randdämmstreifen zugeschnitten werden. Falls der Randdämmstreifen nicht verklebt, sondern getackert wurde, müssen die Tackernadeln so eingeschlagen werden, dass sie sich oberhalb des Bodenbelags befinden. Dies verhindert das Entstehen von Schallbrücken.

Trittschalldämmung einbauen

Die Verwendung von Randdämmstreifen zur Trittschalldämmung gehört beim modernen Bauen mittlerweile zum Standard. Bei modernen Massivdecken kommt das Prinzip des „schwimmenden Estrich“ zum Einsatz. Der Estrich bildet ein Zwischenelement, das der Geräuschübertragung zwischen der Oberfläche, auf der der Schall erzeugt wird, und den tragenden Deckenelementen vorbeugt. Es bleibt aber das Problem einer Schallübertragung zwischen Decke und Wand.

Besonders in Altbauten mit hohen Decken und schlechter Isolierung ist die Trittschallübertragung vom Fußboden auf die Wände ein Problem. Insbesondere bei großen Räumlichkeiten wird der Schall selbst von leisen Schritten von den Wände reflektiert und zu einem lauten Hallen verstärkt. Das ist vor allem dann störend, wenn der Schall im obersten Stockwerk erzeugt wird und sich dann ungehindert durch die Stockwerke hinunter fortsetzt. Gemeinsam mit dem Estrich sorgen Randdämmstreifen für eine so genannte Schallentkopplung, die dafür sorgt, dass sich der Schall nicht mehr ungehindert vom Fußboden auf die Wände und von dort weiter auf das ganze Haus überträgt.

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