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Natursteinteppich selbst verlegen



Fliesen, Teppiche, Parkett- oder Korkböden sind weithin bekannte Bodenbeläge, die jeder kennt und zwischen denen sich die meisten Eigenheimbesitzer entscheiden. Darüber hinaus gibt es jedoch auch bisher noch eher als Exoten zu bezeichnende Beläge, die aber dennoch stetig beliebter werden. Einer dieser aufkommenden Trends ist der Natursteinteppich, der optisch einen Hauch von Luxus versprüht.

Teppich aus Stein

Sicherlich führt der Begriff Natursteinteppich ein wenig in die Irre, ist doch die erste Assoziation mit „Teppich“ ein mehr oder weniger weiches, Textiles Material, das auf dem Boden verlegt eine wohnliche Atmosphäre schafft. Ein Natursteinteppich wird auch keinesfalls wie ein Teppich am Stück verlegt, beziehungsweise in größeren Bahnen ausgerollt, sondern in flüssiger Form ausgebracht.

Die Bezeichnung „Teppich“ rührt vielmehr daher, dass er, ebenso wie herkömmliche Teppichböden, zumindest weitestgehend, eine fugenlose Oberfläche aufweißt. Dabei werden kleinere Steine, die je nach Geschmack in einer Größe von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern gewählt werden können, mit Epoxidharz oder einem anderen Bindemittel vermischt und in zähflüssiger Form auf dem Boden ausgebracht.

Kunterbunter Boden für jeden Untergrund

Beim Verlegen eines Natursteinteppichs sind der Phantasie nahezu keine Grenzen gesetzt. Es lassen sich ganz unterschiedliche Gesteinsarten wie Quarz, runde Kiesel, Marmor oder feiner Splitt miteinander kombinieren oder Steine vor dem Zugeben in das Gemenge einfärben. Unter normalen Umständen härtet das Epoxidharz innerhalb von 24 Stunden aus und der Bodenbelag kann bereits betreten werden.

Durch seine physikalischen Eigenschaften und der Fähigkeit wie Estrich nivellierend zu sein, lässt sich ein Naturstein-Teppich praktisch auf jedem stabilen Untergrund verlegen, selbst auf bestehenden Bodenbelägen wie alten Fliesen.

Vorzüge gegenüber textilen Teppichen

Einer der Hauptargumente für einen Naturstein-Teppich ist, neben seinem edlen Aussehen, dass er relativ einfach auch von Heimwerkern verlegt werden kann. Die fugenlose Oberfläche gibt dem Raum deutlich mehr Weite und zugleich eine ruhigere Atmosphäre. Das Gemisch von Stein und Epoxidharz macht den Belag außerdem sehr strapazierfähig und, auch zum Sockelbereich hin, wasserdicht, wodurch er insbesondere ebenso für stark frequentierte Eingangsbereiche bestens geeignet ist.

Während Naturstein-Teppiche im privaten Bereich noch eher selten anzutreffen sind, halten sie in gewerblich genutzten Räumen schon etwas länger Einzug, da sie ausgesprochen anspruchslos und unempfindlich bezüglich der Pflege sind. Sowohl mit einem Staubsauger als auch mit einem Wasserschlauch, wenn er im Außenbereich verlegt wurde, lässt sich ein Stein-Teppich mühelos reinigen.

Naturstein-Teppich verlegen

Mit etwas Umsicht und handwerklichem Geschick bedarf es beim Verlegen eines Naturstein-Teppichs keines Handwerkers. Die Mischung lässt sich auf einfache Weise und vor allem mit der eigenen Kreativität selbst herstellen. Es müssen lediglich das Bindemittel, meist also Epoxidharz, und der Härter in dem vom Hersteller angegebenen Verhältnis und der benötigten Menge vermischt werden. Da die Flüssigkeit nicht allzu zäh wird, genügt ein Rühraufsatz an der Bohrmaschine, um die Masse anzurühren.

Die ausgewählten Steinchen werden mit dem Gemisch zusammen in eine Mischtrommel gegeben bis ein gleichmäßiges Konglomerat entsteht. Die entstandene Masse wird ebenmäßig auf dem Boden verteilt und mit einer Glättkelle zunächst etwas verdichtet und dann glatt gezogen. Damit der Belag nicht an der Kelle haften bleibt, empfiehlt es sich, diese regelmäßig ein wenig mit Wasser zu besprühen. Die Trocknungszeit beträgt in etwa 24 Stunden, so dass schon nach einem Tag der neue Boden begangen werden kann.

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