Zum Inhalt springen



Küchenarbeitsplatte aus Beton



Unter einer Küchenarbeitsplatte aus Beton können sich die meisten Menschen zunächst nichts vorstellen. Viele denken bei diesem eher puristisch wirkenden Werkstoff an kalte und graue Flächen. Wer aber einmal die Vorteile kennen gelernt hat, wird sie durchaus zu schätzen wissen, denn Beton ist ein stabiles Material, welches sich durch seine Eigenschaften bestens für den Einsatz als Küchenarbeitsplatte eignet. Des Weiteren eröffnen sich vielseitige und faszinierende Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Spezialbeton, aus welchem die Arbeitsplatten gefertigt werden, ist sehr resistent, robust, kratz- und reibfest, äußerst stabil und haltbar. Die Rohdichte des Betons kann mit Granit verglichen werden. Die Oberflächen sind glatt und geschmeidig. Durch das Beimengen spezieller Zusatzstoffe ist der hier verwendete Leichtbeton in seiner Zusammensetzung homogener beschaffen als herkömmlicher Beton.

All diese Vorteile sorgten dafür, dass Arbeitsplatten aus Beton in der letzten Zeit mehr und mehr von Designern neu entdeckt wurden und modisch voll im Trend liegen. Zudem sehen die Platten sehr edel aus. Sie sind zwar nicht gerade preiswert, aber wenn man den Preis mit Granit- oder anderen Natursteinplatten vergleicht, so relativieren sich die Kosten schnell wieder. Es lohnt sich auf jeden Fall, im Vorfeld gründlich zu recherchieren und sich bei verschiedenen Anbietern Angebote einzuholen. Erfahrungsgemäß sind Küchenstudios eher höher im Preis. Schon aus diesem Grund sollte der Kunde auch bei Betonwerken oder anderen Anbietern nachfragen.

Die Platten werden extra nach den jeweiligen Bedürfnissen angefertigt, womit es sich bei jeder Arbeitsplatte um ein Unikat handelt. Um die Platte im Gewicht zu reduzieren, arbeiten die meisten Anbieter mit einem Gewichts verringernden Kern, um den herum die Platte gegossen wird. Dies ermöglicht den Einbau von Arbeitsplatten aus Beton auch in statisch weniger belastbaren Räumlichkeiten, wie zum Beispiel Altbauwohnungen mit hölzernen Decken.

Dieser Kern besteht meist aus Holz. Um ihn herum wird dann ganz nach den individuellen Maßen und Wünschen der flüssige Beton gegossen, wobei die für Herd, Spüle und Armaturen notwendigen Aussparungen gleich beim Guss frei gelassen werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Spülbecken gleich mit zu gießen, so dass dann nicht extra noch eine separate Spüle eingebaut werden muss. Es lassen sich sogar herausnehmbare Schneideflächen aus Holz oder anderen Materialien in den Beton integrieren. Ebenso sind passende Wandabschlüsse, Bedienpaneele oder Schalter möglich.

Beim Gießen der Platte können darüber hinaus zu gestalterischen Zwecken Fragmente verschiedener Gesteinsarten beigemengt werden. Sehr dekorativ wirken auch eingearbeitete Fossilien oder metallene Intarsien. Die Platten lassen sich auch insgesamt in einer Wunschfarbe einfärben. Zum Gewicht ist noch zu beachten, dass vorab unbedingt abzuklären ist, ob die geplanten Unterschränke dieses Gewicht auch halten können. Da die Platten individuell angefertigt werden, kann hier durchaus etwas mit der Stärke der Platte gespielt werden.

Nach dem Gießen werden die Platten mit unterschiedlichsten Mitteln, wie zum Beispiel auch Wasser, geschliffen. Zum Schluss wird die Platte mit einer Versiegelung oder einem Wachsauftrag versehen. Nach der Versiegelung folgt das so genannte Einlassen der Arbeitsplatte, was unbedingt vom Fachmann ausgeführt werden sollte. Es ist das Wichtigste bei einer Küchenarbeitsplatte aus Beton, auf eine gute Versiegelung der Oberfläche zu achten. Diese sollte lebensmittelecht und vor allem zu einhundert Prozent resistent gegen Säuren sein. Nur so lassen sich unliebsame Flecken vermeiden. Zur Pflege einfach ein weiches Tuch und wasserlösliche Reinigungsmittel verwenden.

Eine Küchenarbeitsplatte aus Beton kann nach vielen Jahren der Benutzung und Abnutzung problemlos durch einen neuen Schliff und eine neue Versiegelung ihren alten Glanz wieder erhalten.

Weitere Artikel:




« Kautschuk Bodenbelag / Kautschukboden – Keller Trockenlegung »

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

Kommentar-RSS: RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Hinterlasse einen Kommentar