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Klinkerriemchen verlegen und verfugen



Wer seine Hausfassade mit einem Wärmeverbundsystem ausstattet, kann diese entweder verputzen, oder mit Klinkerriemchen ausstatten. Klinkerriemchen sehen äußerlich wie Klinkersteine aus, sind nur wesentlich dünner. Sie sind genau wie richtige Vollklinker gebrannt und weisen die gleichen Eigenschaften von Farbbeständigkeit und geringe Wasseraufnahme auf. Sie sind sehr pflegeleicht und zeichnen sich durch Langlebigkeit aus. Klinkerriemchen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Je nach Wunsch kann man die Außenfassade mit unterschiedlich großen oder farbigen Riemchen verkleiden. Der Phantasie sind nur wenig Grenzen gesetzt, so dass man seine Immobilie nach Wünschen des eigenen Stils gestalten kann. Klinkerriemchen können sowohl bei einem Neubau, als auch bei bereits bestehenden Fassaden Verwendung finden. Auch für eine Innenraumgestaltung eignen sich die Steine. 

Die Verlegung und Verfugung bedarf zwar einiger Arbeit, kann mit ausreichender Vorbereitung und handwerklichem Geschick jedoch auch selbst durchgeführt werden. Zunächst muss der Untergrund vorbereitet werden. Putzreste, Schmutz, Farbreste oder Staub müssen komplett entfernt werden, um eine optimale Haftung zu gewährleisten. Ein sandiger oder stark saugender Untergrund wird vorher mit einer speziellen Grundierung vorbereitet. Die endgültige Konstruktion besteht aus einer Sockelleiste, der so genannten Starterschiene, der Fugenleitplatte und den Klinkerriemchen, die einzeln verklebt werden. Das Raster hilft dabei ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erzielen.

Nachdem der Untergrund vorbereitet wurde, werden die Starterschienen mit der Wand verschraubt. Die Schienen müssen unbedingt exakt waagerecht angebracht werden, um ein gerades Gesamtbild zu erhalten. Bevor im Anschluss die erste Reihe mit den Fugenplatten angebracht werden, müssen die Platten an der Unterseite, inklusive des ersten Stegs, etwa 5 Zentimeter gekürzt werden. Dies ist mit einer Handsäge schnell erledigt. Die nachfolgenden Reihen müssen nicht mehr gekürzt werden.

Bei der Anbringung der Platten sollte darauf geachtet werden, dass sie im Verbundsystem angeordnet werden. Die Fugenleitplatten werden mit einem Spezial-Kleber angebracht. Der Klebstoff sollte in Klecksen im Dübelbereich aufgetragen werden, sowie einmal an allen vier Abschlusskanten. Alle Platten müssen waagerecht und gleichmäßig angebracht werden. Bei einem sehr ebenen Untergrund können die Platten auch vollständig verklebt werden. Der Kleber trocknet nun 24 Stunden, damit anschließend die Platten zusätzlich verschraubt werden können. Acht Schraubdübel mit einer Länge von mindestens sieben Zentimetern pro Quadratmeter sind ratsam, um den optimalen Halt zu erzielen.

Der nächste Schritt ist die Vorbereitung für die Klinkerriemchen. Hierfür wird ein Spezialkleber als Kontaktschicht auf die Fugenleitplatte aufgetragen. Anhand einer Spezialkelle wird das Kleberkammbett hergestellt. Man sollte den Kleber nur Schrittweise auftragen, da er sonst zu sehr eintrocknet. Es gilt die Faustregel, dass man nur so viel aufträgt, wie man in 20 Minuten verklinkern kann. Im Anschluss wird der Kleber auch auf die Klinkerriemchen aufgetragen, damit sie auf dem Kleberkammbett verlegt werden können. Eine Maurerkelle dient zum Auftragen des Klebstoffs. Die Klinkerriemchen sollten fest eingedrückt werden. Tritt Kleber heraus, ist er direkt zu entfernen, um die Fugen sauber zu halten. Bei der Verlegung ist eine waagerechte und exakte Ausrichtung wichtig. Nur wer sorgsam arbeitet erhält das gewünschte Ergebnis. Winkelriemchen müssen immer vom Eckbereich aus beginnend verlegt werden.

Nachdem der Kleber 24 Stunden lang getrocknet ist, können die Riemchen verfugt werden. Der Fugenmörtel wird frisch an gemischt. Die einzelnen Fugen sollten mit einem speziellen Fugeisen gefüllt werden. Der Mörtel füllt dabei vollständig den gesamten Fugenquerschnitt aus.

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