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Holztreppe streichen oder lackieren



Eine Holztreppe zu lackieren ist einfacher, als es vielleicht am Anfang den Anschein macht. Mit nur wenigen zu beachtenden Punkten können auch Hobby-Heimwerker zu einem schönen Ergebnis kommen. Wichtige Punkte sind unter anderem die richtige Wahl des Schleifpapiers sowie die richtige Wahl der Farbe oder Lasur. Im weiteren Textverlauf wird die richtige Herangehensweise beschrieben. 

Vorbereitung

Zu Anfang steht das Abdecken der Umgebung, besonders bei Treppen, die offene Stufen haben oder auch bei Wendeltreppen und ähnlichen. Zudem ist es wichtig, dieses Vorhaben erst in die Tat umzusetzen, wenn sichergestellt ist, dass niemand oder nur selten jemand in den nächsten Tagen die Treppe benutzt, da die Farbe eine gewisse Trockenzeit benötigt.

Hinweis:

Bei der Trockenzeit ist zu beachten, dass der Begriff “Staubtrocken” auf den Farbbeschreibungen nicht gleichzusetzen ist mit tritt- und grifffest. Dafür sind mindestens 12 Stunden einzuplanen.

Ist die Umgebung abgedeckt, wird das Holz vorbereitet. Hier gilt, wie bei allen Lackarbeiten, dass der Untergrund angeschliffen werden muss, um eine bessere Haftung des Lackes zu gewährleisten. Bei einer Treppe ist eine Schleifmaschine zu empfehlen, da eine in der Summe größere Fläche entsteht, als es bei Türen der Fall ist. Bei Geländern und kleinen Ecken sind Winkelschleifer empfehlenswert, bei sehr kleinen Flächen wie den Streben, reicht Schleifpapier aus.

Tipp:

Nicht zu fest aufdrücken und die Maschine die Arbeit tun lassen, sonst wird zu viel Material abgetragen!

Nach dem Anschleifen ist der Staub restlos zu entfernen.

Hinweis:

Viele gute Schleifmaschinen haben einen Auffangbeutel für Staub, damit nicht allzu viel Staub in der Umgebung verteilt wird. Die Reste müssen dennoch mit einem feuchten Tuch entfernt werden.

Vorstricharbeit

Soll das Holz mit einem blickdichten Lack gestrichen werden, ist ein so genannter Voranstrich zu tätigen, damit die Oberfläche später nicht scheckig wird. Hierbei sollte die Farbe des Vorstrichlackes (dabei können Lackreste aus anderen Projekten genutzt werden) der Farbe des Hauptanstriches entsprechen.

Tipp:

Flächen mit einer Lackrolle bearbeiten, das gibt ein ebenmäßigeres Lackbild. Nicht zu viel Farbe verwenden, da sonst hässliche Tropfen, so genannte “Läufer”, entstehen können. Das Projekt trocknet außerdem schneller durch, wenn die Farbschichten dünn sind.

Wird die Treppe mit einer Lasur gestrichen, kommt es auf die Beschaffenheit der Holzoberfläche, auf die Farbe der Lasur und die Farbe des Holzes an, ob ein Voranstrich getätigt werden muss. Dies ist vor allem dann nötig, wenn die Treppe sehr hell, die Lasur aber dunkel ist. Ebenso bei stark saugfähigen Hölzern oder wenn zu viel Material beim Schleifen abgetragen wurde.

Tipp:

Immer mit der Maserung streichen, da dies ein schöneres Oberflächenbild ergibt.

Hauptanstrich

Nachdem der Voranstrich gut durchgetrocknet ist, wird die Holzoberfläche erneut fein angeschliffen.

Hinweis:

Die Körnung des Schleifpapiers nur noch sehr fein wählen, in diesem Schritt geht es nur noch um das Anrauen der Oberfläche, damit der Anstrich besser haftet.

Die so behandelte Oberfläche wird abermals gut entstaubt. Anschließend wird der Hauptanstrich aufgetragen und die Trockenzeit beachtet.

Tipp:

Auch hier lieber wenig Farbe auftragen und wenn nötig einen weiteren Anstrich ausführen. Mehrere dünne Schichten bringen im Gesamten generell ein feineres Oberflächenbild, als eine dicke Schicht mit einer hohen Läuferwahrscheinlichkeit.

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