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Holzterrassen Unterkonstruktion



Die Unterkonstruktion für eine Holzterrasse richtet sich in ihrer Ausrichtung nach der Richtung wie die Beplankung sein soll. Sollen die Terrassenbeplankungen parallel zum Haus verlaufen, müssen die Balken der Unterkonstruktion vom Haus weg zeigen, so dass sich die Beplankung mit der Unterkonstruktion kreuzt. Ein längerer Überstand der Beplankung kann nur dort erfolgen, wo die Beplankungsdielen der Länge nach enden.

Ein kurzer Überstand ist auch an den anderen Seiten möglich, sollte aber dort nur gering sein, damit die Planken noch genug Auflagefläche auf der Unterkonstruktion haben. Für die sichtbaren Hölzer stehen je nach Geldbeutel verschiedene Holzarten zur Verfügung, welche durch ihre Struktur nicht verrotten. Für die Unterkonstruktion sollte in jedem Fall behandeltes Holz verwendet werden. Wird unbehandeltes Holz verwendet, muss es unbedingt selbst eingelassen werden. Zur Verschraubung auf den Betonsäulen kommen verzinkte Winkeleisen oder spezielle U-Profile zum Einsatz.

Bau der Unterkonstruktion

Als erstes muss die Fläche der künftigen Terrasse vermessen werden. Dies geht am besten zu zweit. Die Eckpunkte werden mit kleinen Pflöcken abgesteckt. Anschließend werden Richtschnüre so gespannt, dass sie etwa 40 Zentimeter über die Eckpunkte hinaus reichen. Direkt über den Eckpunkten sollen Fadenkreuze entstehen. Dies gibt genug Platz, um die Löcher für die Betonsäulen auszuheben.

Im Abstand von etwa 60 Zentimetern werden nun entlang der Außenkante der Terrasse und der Balken der Unterkonstruktion Löcher gegraben. Zur Vereinfachung kann ein Erdbohrer ausgeliehen werden. Wird die Terrasse länger als die Beplankung lang ist, muss an der Stelle, an der die Planken zusammen stoßen, ein zweiter Balken der Unterkonstruktion vorhanden sein.

Die Enden der Planken sollten auf keinen Fall auf einem Unterbalken liegen, damit Stauwasser nicht ins Holz eindringen kann. Einige Zentimeter Abstand zwischen den Unterbalken sind genug. Damit passen beide Balken noch auf eine Betonsäule. Die Enden der Balken der Unterkonstruktion müssen sich aus Stabilitätsgründen über einer Betonsäule treffen, genau so wie die Verbindungspunkte zwischen den Balken der Umrandung und den Balken der Unterkonstruktion. Der Balken entlang der Hausmauer sollte ebenso auf Betonstützen ruhen.

Die Konstruktion ist äußerst stabil und braucht keine Verankerung am Haus. Außerdem kann sich so keine Feuchtigkeit zwischen Balken und Hauswand sammeln, die das Holz verrotten ließe. Die Tiefe der Löcher richtet sich nach der Frosttiefe. Die Oberkante der Beplankung sollte maximal bis zur Unterkante der Eingangschwelle der Türe reichen. Von dieser Höhe ausgehend, minus die Beplankungsstärke, minus Balkenstärke der Unterkonstruktion, minus stärke der U-Profile, wenn diese zum Einsatz kommen, ist gleich Höhe Oberkante der Betonsäulen.

Aus Holz werden Schalungen gebaut, um auf die geforderte Höhe zu kommen. Nach dem Gießen der Säulen werden zuerst die Umrandungsbalken entlang der Richtschnur mit Hilfe von Winkeleisen auf den Betonsäulen befestigt. Die Verschraubung erfolgt von innen, damit die Schrauben von außen nicht zu sehen sind. Dann werden die Querbalken im Abstand zueinander ausgerichtet und in der gleichen Weise mit den Betonpfosten verschraubt. Die Enden der Querbalken werden ebenfalls mit Winkeleisen, dieses Mal auf beiden Seiten, an die Umrandungsbalken angeschraubt.

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