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Heizungsrohre isolieren



Energie sparen bedeutet auch Kosten sparen. Und das gilt ganz besonders bei dem nicht unerheblichen Kostenfaktor Heizung. Hier geht viel Wärmeenergie ungenutzt verloren, wenn die Heizungsrohre schlecht isoliert sind. Die Warmwasserleitungen in unbeheizter Umgebung sollten über eine sehr gute Isolierung verfügen, nicht nur, weil es die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) vorschreibt. Etwa ein Viertel der Energie wird verschwendet, wenn die Rohrleitungen in einem Einfamilienhaus über keine Dämmung verfügen. Besonders in den kalten Kellerräumen sind die Heizungsrohre davor zu schützen, dass sie auskühlen und die Wärme verpufft. Das Ergebnis wird auf der Heizkostenabrechnung sichtbar sein.

Zum Dämmen von Rohren werden in den Baumärkten Ummantelungen aus Schaumstoff angeboten. Diese sind leicht zu verarbeiten und ohne Vorkenntnisse anzubringen. Auch Rohrschalen mit Mineralwolle als Dämmstoff sind erhältlich. Da die Verarbeitung von Mineralwolle aus Gesundheitsgründen mit Schutzmaske erfolgt, sind die Schaumstoffschläuche für Heimwerker besser geeignet. Beim Kauf der Rohrdämmung ist zum einen darauf zu achten, dass die Isolierung für Warmwasserleitungen geeignet ist. Zum anderen sind die gesetzlichen Vorgaben der EnEV für die Dicke des Dammmaterials zu beachten. Als Faustregel kann gelten: In unbeheizten Räumen muss der Schaumstoff genauso dick sein, wie der innere Durchmesser des Warmwasserrohres. Die Mindeststärke beträgt zwei Zentimeter.

Die Schaumstoffrohre sind flexibel und in verschiedenen Größen und Stärken zu bekommen. Um sie über die Heizungsrohre zu legen, werden die Schläuche längs aufgeschnitten. Einfacher zu handhaben sind bereits vorgeschlitzte Schläuche mit Haftstreifen zum Verschließen. Um die Abschnitte miteinander zu verbinden oder den Verschluss des Schnittes zu verstärken, ist selbstklebendes Aluminiumband zu verwendet. Somit ist insgesamt für das Isolieren der Heizungsrohre erforderlich: Schaumstoffisolierung in erforderlicher Stärke, selbstklebendes Aluminiumband, Zollstock, scharfes Messer, Filzstift und Gehrungslade.

Gerade Rohrabschnitte

Zum Anbringen der Isolierung auf geraden Rohrabschnitten sind die aufgeschnittenen Schläuche einfach über die Rohre zu stülpen. Danach sind die Schnittstellen zu verkleben, entweder mit dem Haftstreifen oder mit Spezialkleber. Eine bessere Haltbarkeit geben Bandagen aus Aluminiumband. An den Stößen der Isolierungsabschnitte sind die Schlauchenden mit dem Klebeband fest zu verbinden.

Bögen

Damit die Isolierung sich dem Verlauf des Bogens anpasst, sind auf der inneren Bogenseite mehrfach schmale Keile in den Schlauch zu schneiden. Nach dem Aufstecken auf den Bogen sind die Keilausschnitte mit dem Aluminiumband gut zu verkleben.

Eckverbindungen und T-Stücke

Um die Isolierung spaltfrei an einer Eckverbindung zusammenzuführen, werden die beiden Schläuche schräg angeschnitten und entsprechend zusammengeführt. Bei einer Eckverbindung im rechten Winkel bedeutet das einen Anschnitt von jeweils 45 Grad. Auch hier ist das Verkleben des Anschlusses mit dem Aluminiumband vorzunehmen. Für ein T-Stück wird der durchlaufende Schlauch keilförmig mit einem Winkel von 90 Grad an der Stelle des Anschlusses ausgespart. Der anzuschließende Schlauch wird entsprechend keilförmig angespitzt, sodass er in die Aussparung passt. Die Verbindungsstelle ist dann mit dem Aluminiumband kreuzweise zu umwickeln.

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Isolierung keine Lücken mehr aufweist. Wer sich das Zuschneiden nicht zutraut, kann im Handel auch vorgefertigte T-Stücke oder Bogen bekommen. Damit im Sommer durch Kondenswasser an den Kaltwasserleitungen kein Schimmel entsteht, sollten auch diese Rohre isoliert werden. Dann ist es angebracht, die Kalt- und Warmwasserleitungen durch farbige Klebestreifen auf der Isolierung entsprechend zu kennzeichnen.

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