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Garage Grenzbebauung



Wer sich ein Haus kauft, der möchte in den meisten Fällen den Vorteil ausnutzen, an dem Haus und dem Grundstück Veränderungen durchführen zu dürfen. Zum Beispiel möchten viele Hausbesitzer eine große Garage haben. Wer jetzt aber denkt, dass das ganz einfach ist und einfach drauf los gebaut werden darf, der liegt leider falsch. In Deutschland gibt es ein Baurecht, das sehr straff geregelt ist. Vor allem, wenn es darum geht, in der Nähe einer Grundstücksgrenze zu bauen, was bei Garagen sehr häufig der Fall ist.

In jedem deutschen Bundesland sind die Gesetze zur Grenzbebauung anders geregelt. Im Vorhinein sollte also ermittelt werden, wie das Recht im jeweiligen Bundesland geregelt ist. Zu errichtende Gebäude dürfen nicht mehr als drei Meter an ein anderes Gebäude heranreichen.

Allerdings sollte vor jedem größeren Baubeginn zunächst Kontakt mit der örtlichen Baubehörde aufgenommen werden. Diese besitzt einen Bebauungsplan und kann sofort sehen, ob das geplante Objekt an dieser Stelle errichtet werden darf. Hat man die offizielle Zustimmung der Baubehörde, sollte zusätzlich der betroffene Nachbar, an dessen Grenze der Bau geplant ist, gefragt werden. Denn hat der Nachbar etwas gegen den Bau, darf der Eigentümer den Bau in der Regel nicht durchführen.

Für den Bau einer Garage gibt es allerdings eine Ausnahme. Da es in Deutschland sehr häufig vorkommt, dass aus Platzgründen eine Garage direkt an die Grenze des Nachbarn gesetzt werden muss, so ist es grundsätzlich erlaubt ein solches Gebäude an eine Grenze zu setzten. Die Genehmigung der Baubehörde muss in diesem Fall zwar auch eingeholt werden aber die Genehmigung des Nachbarn ist in diesem Fall nicht notwendig. Aber auch in diesem Fall gibt es wieder Ausnahmen. Und zwar wenn das Haus des Nachbarn schon vorher direkt an das Grundstück grenzte und wenn zudem die Wand zur Grundstücksgrenze eine Brandwand ist. In diesem Fall ist es zwar auch möglich, eine Garage direkt an das andere Gebäude zu setzten, allerdings besteht eine so genannte  „Anbauverpflichtung“. Dies bedeutet, dass eine Verpflichtung besteht, sich beim Bau an das schon bestehende Gebäude zu halten.

Im Gesetz ist es deswegen so geregelt, dass die Benutzung einer Garage die Gesundheit Dritter nicht schädigen und dass das Wohnen der Nachbarn nicht durch Lärm, Geruch oder Sonstigem beeinflusst werden darf. Des Weiteren bilden Besonderheiten des Grundstückes eine Ausnahme. Zum Beispiel könnten unter Naturschutz stehende Bäume an der Grenze stehen, die nicht gefällt werden dürfen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, sich vorher bei der Baubehörde über solche Ausnahmen zu informieren.

Um bei der Grenzbebauung auf der sicheren Seite zu sein, kann auch schon bei Erwerb des Grundstückes im Grundbuch festgehalten werden, dass eine Grenzbebauung, für zum Beispiel eine Garage, erlaubt und geplant ist. So entfällt später auch der Gang zur Baubehörde und auch der Nachbar muss nicht mehr davon überzeugt werden, dass eine Garage gebaut werden darf. Denn auch wenn der Umgang mit dem derzeitigen Nachbarn gut ist, so kann dieser doch auch irgendwann ausziehen und es kommt jemand, der darauf weniger gut zu sprechen ist.

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