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Fensterbänke



Wer Fensterbänke im Innenbereich einbauen möchte, sollte darauf achten, dass beim verbauten Material gering oder überhaupt nicht leitende Materialien verwendet werden. Sehr gut geeignet für den Bau von Fensterbänken im Innenbereich sind entweder geschäumte Kunststoffe oder aber grundierte Massivholzqualitäten.

Während Steinfensterbänke eine Wärmebrücke darstellen, ist die Wärmeleitung bei der Holzfensterbank deutlich reduziert. Zudem wird mit der Verwendung der Holzfensterbank das Risiko der Wasserdampfkondensation bei Unterschreitungen von Taupunkten durch die höhere Oberflächentemperatur des Holzes reduziert oder sogar komplett vermieden.

Zunächst wird zunächst der Montageschaum, der vom Fenstereinbau übrig ist, bündig mit dem sehr scharfen Teppichmesser abgeschnitten. So genannte „Leibungsputzprofile“ bieten dann einen sehr schönen und perfekten Abschluss zum Fenster. Diese Profile werden auf den Rahmen aufgeklebt. Dann kann bis direkt an das Profil angrenzend geputzt werden. Sind die Putzarbeiten beendet, wird die Schutzfolie, die sich auf den Profilen befindet, abgezogen. Das Profil sorgt dafür, dass ein ausreichender Bewegungsspielraum zum Fenster hin gegeben ist. Das Leibungsputzprofil ist im Baufachhandel erhältlich.

Als weiteren Arbeitsschritt gilt es genaue Maße zu nehmen. Hierfür muss sowohl die Einbautiefe als auch die letztlich Breite der Fensterbank festgelegt werden. Anschließend gilt es, die Mauerabschlüsse rechts und links abzugreifen. Wichtig ist ein sehr sorgfältiger Zuschnitt der Fensterbank, damit das Ergebnis hinterher sehr zufrieden stellend ist. Mit einer Stichsäge muss die Fensterbank sehr präzise nach den berechneten Maßen und eingeplanten Winkeln zugeschnitten werden. Zu beachten ist, dass die innere Fensterbank unterhalb des Fensterrahmens keinen Kontakt mit der Außenfensterbank haben darf.

Mittels Unterlageklötzchen wird die Basis für den Unterbau gesetzt. Zwecks Justierung ist eine Wasserwaage als Werkzeug erforderlich. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Fensterbank nach innen in Richtung Raummitte ein leichtes Gefälle aufweist. Dies ist bei der Justierung schon zu berücksichtigen.

Nach diesen Vorarbeiten wird die Fensterbank mit Montageschaum an ihrem vorgesehenen Platz eingebettet. Hierbei wird die Fensterbank mit Holzklötzchen fixiert. Unbedingt wichtig ist, dass die Fensterbank während dieser Montagearbeit abgestützt wird, damit ein Ausgleich des Schaumdrucks erzielt wird. Erst nach dem kompletten Trocknen des Montageschaums sollte der Unterbau als Stütze wieder entfernt werden.

Außenfensterbänke einzubauen ist weitaus schwieriger und Fehler beim Einbau können sich durch undichte Stellen und eindringendes Wasser rächen. Hierfür lohnt es, wenn keine Erfahrung in diesem Bereich vorhanden ist, auf das Wissen eines Fachmanns zu vertrauen. Wichtig ist zudem nämlich auch, dass die Fensterbänke mit einer sinnvollen Neigung ausgestattet sind. Dabei ist der Neigungswinkel der Fensterbank stark von deren Breite und Tiefe abhängig.

Ein Neigungswinkel bei der Fensterbank im Außenbereich sollte grundsätzlich bei drei bis fünf Grad liegen. Zudem muss die Fensterbank im Außenbereich eine Aufkantung im U-Form haben. Weiterhin wichtig ist der Überstand, der vor der Hausfassade vorhanden sein muss. Rund vier Zentimeter sind hier empfehlenswert, damit das Regenwasser von der Fensterbank abtropft und nicht an dieser entlangläuft.

Im Außenbereich kann Montageschaum wohl zur kurzzeitigen Fixierung und zum Ausrichten der Fensterbank verwendet werden, dauerhaft befestigt werden können Fensterbänke im Außenbereich mit Montageschaum allerdings nicht. Hier ist ein Mörtelbett zur Befestigung der Fensterbank sehr empfehlenswert.

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