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Fenster richtig lackieren



Fenster bestehen für gewöhnlich aus stabilen und wartungsarmen Bauteilen, doch auch an ihnen nagt der Zahn der Zeit. Im Außenbereich ist die Lackierung der Fensterrahmen ständig den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Niederschläge, UV-Strahlung und Wind können auf die Dauer dazu führen, dass der Lack rissig und spröde wird. Es kann zu Beschädigungen und Verschmutzungen kommen, oder der Farbanstrich bleicht unter der dauerhaften Sonneneinstrahlung mit der Zeit aus. Zudem muss bei Holzfenstern in regelmäßigen Abständen die Lasur erneuert werden, damit das Holz vor Feuchtigkeit geschützt bleibt.

Den richtigen Lack auswählen

Bei der Wahl des richtigen Lackes zum Streichen der Fenster ist es besonders wichtig, dass die neue Lackierung mit der alten harmonisiert. Am besten ist es, sich beim Hersteller danach zu erkundigen, mit welchem Lack die Fenster ursprünglich gestrichen wurden und dann einen Lack oder eine Lasur desselben Fabrikats zu wählen. Leider können bei unterschiedlichen Fensterlacken Probleme auftreten. Wasserlack und lösungsmittelhaltiger Lack dürfen nicht zusammen verwendet werden. Wurden die Fenster ursprünglich mit Wasserlack gestrichen, greift das Lösungsmittel des neuen Lackes den ersten Anstrich an. Bei einer lösungsmittelhaltigen Altlackierung können unschöne dunkle Flecken auftreten, wenn man sie mit einem Wasserlack überstreicht. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Lack „blockfest“ ist. Dann trocknet er schneller und verhindert, dass die Fensterflügel am Fensterrahmen festkleben.

Werkzeuge und Materialien zum Lackieren der Fenster

Folgende Werkzeuge und Hilfsmittel werden beim Lackieren von Fenstern benötigt: Eine Abdeckplane, Arbeitsböcke, um die Fenster im waagerechten Zustand bearbeiten zu können, Klebeband, Schleifpapier und gegebenenfalls einen Elektroschleifer. Schließlich braucht man natürlich auch den Fensterlack, Pinsel und Rollen. Die Rollen werden für größere Flächen, die Pinsel für die Arbeit an kleinere, schwer zugänglichen Stellen verwendet.

Vorbereitungen zum Lackieren der Fenster

Sollen bei den Fenstern nur die Außenseiten gestrichen werden, kann man sie dann im Rahmen lassen, wenn man die Fensterrahen von außen oder innen gut erreichen kann. Sollen beide Seiten lackiert werden, müssen die Fenster aus dem Rahmen genommen werden. Das Lackieren sollte in einem wetterfesten und gut durchlüfteten Bereich stattfinden. Zuerst wird die Abdeckplane auf dem Boden ausgelegt, um ihn vor Verschmutzungen zu schützen. Die Arbeitsböcke werden dann darauf gestellt. Nachdem die Fensterflügel aus dem Rahmen genommen wurden, platziert man sie auf den Arbeitsböcken. Störende Griffe oder Beschläge werden abmontiert.

Durchführen der Lackierung

Als erstes wird nun die alte Lacksicht mit einem Spachtel abgeschabt oder mit Schmirgelpapier aufgeraut. Ist die alte Lackschicht porös oder stark beschädigt, sollte sie mit einem Elektroschleifer vollständig bis aufs Holz entfernt werden. Übriggebliebene Stellen werden dann mit einem feinen Schmirgelpapier beseitigt. Anschließend wird die Fensterfläche mit Klebeband abgeklebt. Zuerst sollten dann jene Stellen gestrichen werden, die wegen der Mauerlaibung schwer zu erreichen sind. Danach werden die größeren Flächen lackiert. Ein besonders glatter Anstrich wird erreicht, wenn der erste Anstrich mit einem Pinsel und der zweite mit einer Rolle ausgeführt werden. Bessert man nur einige defekte Stellen am Fenster aus, ist darauf zu achten, dass die Gesamtlackierung einheitlich wirkt. Insgesamt sollten die Fenster zwei Mal überstrichen werden. Stellen, die bis aufs Holz abgeschleift wurden, müssen drei Mal überstrichen werden. Bevor die zweite Fensterseite lackiert wird, muss die erste zunächst trocknen. Ist die zweite Seite lackiert und getrocknet können die Fenster wieder eingehängt werden.

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