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Dübel in Rigips



Nicht selten kommt es vor, dass ein Regal oder Hängeschrank gerade dort aufgehängt werden muss, wo eine Rigipswand steht. Wer hier ungeübt ist, läuft schnell ins offene Messer, denn mit dem falschen Befestigungsmaterial hält das Regal nicht oder der Dübel reißt aus und hinterlässt ein unschönes Loch in der Wand. Auch bei einer Deckenlampe kann es sein, dass schnell ein Loch ausgefressen ist, wenn diese unfachmännisch an eine Rigipsdecke angeschraubt worden ist.

Die Situation prüfen

Bevor es mit schwerem Gerät der Rigipsplatte zu Leibe geht, ist eine Prüfung unabdingbar: Mit einem Schraubendreher oder einem kleinen Bohrer sollte ein Loch an unbemerkter Stelle vorgebohrt werden, um zu überprüfen, mit welcher Art von Wand hier überhaupt gearbeitet wird.

Ist die Rigipsplatte direkt auf einer Stein- oder Betonwand geschraubt oder befestigt, so gibt es nicht all zu viel zu beachten und ein standardmäßiges Bohren mit einem Bohrer der Größe 6 für leichte oder der Größe 8 für schwerere Möbel oder Regale ist dann problemlos möglich. Ein entsprechend eingelassener normaler Dübel in gleicher Größe (S6 oder S8) ist dann vollkommen ausreichend. Mit so genannten Holzschrauben der Größe ­4x40mm für S6 Dübel oder 6x60mm für S8 Dübel ist in aller Regel genüge getan.

Stellwände

Handelt es sich nicht um ein vollwertiges Mauerwerk, sondern nur um eine so genannte Stellwand, also eine Abtrennung mithilfe von Aluminium oder Holzbalken mit aufgeschraubten Rigipsplatten, so kann ebenfalls durch eine Vorbohrung der vorhandene Platz innerhalb der Wand geprüft werden. Ist dieser wenigstens ein bis zwei Zentimeter groß oder gar mehr, kann ein Hohlwanddübel, ein Kippdübel oder Klappdübel benutzt werden. Das ist eine kleine Gewindestange, existierend in den gleichen gängigen Größen von Metallschrauben, die einen Haltebügel an der Vorderseite haben.

Kipp- oder Klappdübel benutzen

Ein Loch muss nun ein wenig größer gebohrt werden, da dieser Haltebügel in die Wand oder Decke eingelassen werden muss. Der Vorteil ist nun, dass dieser Haltebügel beim Zurückziehen in der Wand ausklappt, und eine größere ausgebreitete Fläche als Haltepunkt nutzen kann. Damit ist ein Ausreißen nahezu unmöglich. Die dann herausstehende Gewindestange kann zur Befestigung mithilfe von Muttern für Maschinenschrauben, zum Beispiel der Größe M4 für kleinere Anwendungen, M6 oder M8 für größere Anwendungen benutzt werden.

Doch Achtung: Die Stärke der Rigipsplatte ist hier zu beachten. Handelt es sich lediglich um eine dünne Platte, so darf die Belastung nicht größer als 10 Kilogramm sein. Sind es zwei Lagen von Rigipsplatten übereinander, sollte die Belastung nicht größer als 20 Kilogramm sein. Eine ausgeglichene Verteilung der Last sollte immer gewährleistet sein.

Die kleine Alternative

Für kleinere Anwendungen wie z.B. die Befestigung einer Deckenlampe oder eines Bildes ist der schraubenartige Hohlwanddübel bestens geeignet. Dieser benötigt ebenfalls ein etwas größeres Loch als der gewöhnliche Dübel, kann aber dann mithilfe des Schraubendreher in die Rigipsplatte eingeschraubt werden. Anschließend kann man in diesen wie gewohnt eine Holzschraube zur Befestigung eindrehen.

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