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Dekorfolie



Wie ist es möglich, immer wieder neu zu dekorieren und aktuellen Trends zu folgen, ohne mit Neuanschaffungen große Ausgaben tätigen zu müssen? So genannte Dekorfolien geben die Antwort auf diese Frage. Zunächst nur als praktischer Einband für viel benutzte Bücher bekannt, traten sie bald ihren Siegeszug durch die Welt der Wohnraumdekoration an.

Das Angebot an erhältlichen Designs ist unüberschaubar, die täuschend echte Imitation von zahllosen Holzarten nur eine Variante. Dekorfolie bietet kreativen Händen somit eine breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten und der individuellen Gestaltung nahezu aller Bereiche des Wohnraumes steht nichts mehr im Wege.

Einsatzmöglichkeiten

Da eigentlich alle glatten Oberflächen beklebt werden können, ist es möglich, Möbel, Wände, Türen wie auch Fenster nach Belieben zu gestalten. Folien für die Anwendung auf einer Glasfläche eignen sich zum Beispiel als Sichtschutz und erwecken den edlen Anschein von geschliffenem Glas. Einige Dekorfolien verfügen über Spezialeigenschaften zum dauerhaften Einsatz in Küche oder Badezimmer, wo sie der Einwirkung von Feuchtigkeit trotzen und ihre Form wahren.

Vorteile

Die Verwendung von Dekorfolien stellt sich als preisgünstigere Variante der Renovierung oder Modernisierung dar, denn alte oder ungeliebte Möbel können dank der neuen persönlichen Note weiter genutzt werden und ersparen einen teuren Neukauf. Sogar Beschädigungen lassen sich auf diese Weise ohne großen Aufwand verbergen.

Selbstklebend haften Dekorfolien auf nahezu allen Untergründen – Sei es nun Glas, lackiertes oder anderweitig bearbeitetes Holz, Kunststoff oder Metall. Sie sind leicht zu verarbeiten. Außerdem sind nicht viele Werkzeuge und keine handwerklichen Vorkenntnisse erforderlich. Bei ihrer Bearbeitung fallen weder Lärm noch Schmutz an.

Verarbeitung

Zur Vorbereitung muss der Untergrund von Fett, Feuchtigkeit und Staub befreit werden. Dann erfolgt der Zuschnitt, wobei für Fenster oder Türen teilweise genormte Größen verkauft werden. Einige Hersteller bieten sogar eine passgenaue Anfertigung an. Bei eigenem Zuschnitt wird zunächst die zu beklebende Fläche präzise vermessen und anschließend die Maße mit Bleistift auf die Rückseite der Folie übertragen.

Dank des Rasters auf dem Trägerpapier ist das ein Kinderspiel. Bei unregelmäßigen Formen kann die Anfertigung einer Schablone hilfreich sein. Der Zuschnitt erfolgt mit dem Cutter- oder Bastelmesser entlang eines Lineals oder der Schablone. Bei Kurven und Bögen ist der Einsatz einer scharfen Schere empfehlenswert.

Zum Anbringen wird anfangs nur ein Teil des Trägerpapiers abgelöst und die Folie am besten an einer Kante exakt angelegt, dann Stück für Stück vollständig gelöst und mit Hilfe eines weichen Tuches auf den Untergrund aufgedrückt. Dekorfolien können zumeist einige Stunden noch einmal abgezogen und die Position korrigiert werden, bevor sie fest kleben. Entstandene Luftblasen werden durch das Anstechen mit einer Stecknadel und dem Herausdrücken der Luft beseitigt.

Exakte Kanten werden mit einer Zugabe von etwa einem halben Zentimeter geklebt und erst nach dem Aufkleben mit dem Messer nachgeschnitten. Für den lückenlosen Anstoß zwischen zwei Bahnen oder Teilstücken der Folie werden die Teile überlappend geklebt, mit dem Messer geschnitten und schließlich der Überstand entfernt. Durch den Einsatz eines Föns wird die Folie geschmeidiger und lässt sich auch an schwierigen Stellen wie gerundeten Ecken kleben.

Zur Pflege und Reinigung genügt ein mildes Spülmittel. Kleberückständen kann mit Spiritus zu Leibe gerückt werden.

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