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Dachschräge tapezieren



Während das Tapezieren gerader Wände für viele Heimwerker keine große Hürde darstellt, scheuen sich viele davor, auch Dachschrägen oder Decken zu tapezieren. Mit den richtigen Tipps und einer guten Anleitung, ist jedoch auch diese Herausforderung problemlos und mit guten Ergebnissen zu bewältigen.

Bevor die neue Tapete angebracht werden kann, ist es wichtig, den Untergrund richtig vorzubereiten. Zunächst müssen alle alten Tapetenreste entfernt werden. Spezielle Tapetenablöser helfen dabei, die alte Tapete ohne viel Mühe von der Wand zu lösen. Einfach in heißem Wasser aufgelöst und auf die Wand aufgetragen, geht das Abziehen der Tapete leicht von der Hand. Bei wasserundurchlässigen Tapeten empfiehlt es sich, mit einer speziellen Nadelwalze die Oberfläche aufzurauen, damit die Flüssigkeit eindringen kann. Sind alle Reste entfernt, sollte die Wand bei Bedarf glatt gespachtelt und mit speziellem Tapetengrund gestrichen werden.

Während dieser trocknet, ist es ratsam dem Tapetenkleister anzurühren. Hierbei lohnt es sich besonders auf Qualität zu achten. Nur bei einer guten, stabilen und langlebigen Klebekraft, erfreut einen auch nach Jahren noch die Tapete an der Dachschräge. Die Kleistersorten sind meist in Pulverform erhältlich und leicht anzurühren. Qualität hochwertigen Kleister erkennt man daran, dass sich dieser leicht verarbeiten lässt. Bereits nach 20 Minuten kann man die meisten Kleistersorten verwenden. Je nach der Tapetensorte richtet sich auch das Mischungsverhältnis.

Je schwerer die Tapete ist, desto höher muss die Klebekraft und somit der Anteil des Kleisters sein. Spezielle Instant-Schnellkleister sind bereits nach drei Minuten gebrauchsfertig. Bestimmte Tapeten wie Textiltapeten, Gewebetapeten oder Glasfasertapeten benötigen Kleister die Dispersionskleber enthalten. Die Klebekraft ist dadurch weitaus stärker und wird weniger durch Feuchtigkeit beeinflusst. Auch in Feuchträumen wie z.B. im Badezimmer kann so ein optimaler und langlebiger Halt garantiert werden. Desweiteren sollte man darauf achten, dass die Kleisterart für Allergiker geeignet ist, keine Schadstoffe enthält und laut TÜV dauerhaften Halt bietet.

Ist der Kleister angerührt, ist es nötig, die Tapete zu zuschneiden. Dafür misst man die zu tapezierende Fläche plus zusätzliche fünf bis zehn Zentimeter für den Verschnitt. Nach dem Zuschnitt werden die Bahnen eingekleistert, wobei unbedingt die Kanten mit berücksichtigt werden müssen. Dabei sollte man nur so viele einstreichen, wie innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten verarbeitet werden können. Die erste Bahn muss unbedingt senkrecht an der Wand angelegt werden, damit auch alle anschließenden Bahnen parallel und gerade verlaufen. Am Besten ist es, von der Fensterseite her kommend – also mit dem Licht – zu tapezieren.

Ein leichter Überstand zur Decke hin, hilft eventuelle Unebenheiten auszugleichen. Von der Mitte aus streicht man die jeweilige Bahn blasenfrei an die Wand. Bei Dachschrägen sollte man darauf achten, bei einem einheitlichen Übergang von der Schräge zur Wand, die von unten angesetzte Bahn nur bis zum Stoß zu kleben, um dort die Tapete zu schneiden und als eine neue Bahn anzusetzen. Dabei sollte die neu angesetzte Bahn exakt in die Ecke gesetzt werden und den Überstand der unteren überlappen, um einen exakten Übergang zu garantieren. So verhindert man, dass Falten entstehen oder die Tapete Hohlräume bildet. Doch gerade bei älteren Häusern kommt es vor, dass die Hohlkehle nicht gleichmäßig ist. Dann sollte man den oberen und den unteren Tapetenabschnitt getrennt voneinander und mit einigen Zentimetern Überhang zuschneiden und verkleben.

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