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Dachrinne löten



Das Löten einzelner Elemente und Rinnen ist bei Dachrinnen, die aus den Materialien Kupfer und Zink bestehen, ein elementarer Arbeitsschritt, der jedoch grundsätzlich von einem Profi ausgeführt werden sollte. Dies handhaben die meisten Handwerker so, da das fachmännische und professionelle Verlöten von Entwässerungssystemen einerseits einiges an Übung verlangt und auf gar keinen Fall direkt auf Anhieb gelingt.

Andererseits verfügt die Vielzahl an Heimwerkern schlichtweg nicht über die zum Löten von Dachrinnen notwendigen Werkzeuge. Wer jedoch im Besitz eben dieser Werkzeuge ist und nach einigen vorangegangenen Testläufen das Verlöten wagen möchte, dem können die nun folgenden Tipps eine kleine Hilfestellung bieten, die zum Gelingen des handwerklichen Vorhabens beitragen.

Das die meisten Dachrinnen aus Kupfer oder Zink bestehenden sollten die Entwasserungssysteme zwingend mit dem Weichlötverfahren gelötet werden, bei dem sich die zu verlötenden Teile dringend überlappen sollten. Die Länge der Überlappung sollte beim eigentlichen Lötvorgang zwischen 15 und 20 Millimetern liegen, was einen Optimalwert und gute Ergebnisse erzeugt, denn nur so kann bei dem Löten der Dachrinne eine volle Durchlötung erzielt werden.

Mit einem Lötspalt überhalb der 0,5 Millimeter Marke kann nur eine unzureichende, im schlimmsten Fall jedoch gar keine, Verbindung erreicht werden, weshalb auf die Länge des Spalts dringend zu achten ist. Sind also die zu lötenden Teile ausreichend vorbereitet, doch muss nun mit einem Pinsel das Flussmittel in großer Menge aufgetragen werden, hierbei auf gar keinen Fall geizig sein.

Bevor der Lötkolben auf die Überlappung aufgesetzt werden kann, muss zwingend die für den Lötvorgang erforderliche Arbeitstemperatur von circa 250°C erreicht werden, erst dann ist es möglich, die Schmelztemperatur des Lotes zu erreichen und die einzelnen Elemente der Dachrinne zu verbinden. Um eine konstante Naht zu gewährleisten, muss das Lot am Lötkolben unbedingt mit möglichst gleichbleibendem Druck abgetragen werden. Die Bedarfsmenge des Lots ist hierbei von der zu lötenden Fläche abhängig und muss individuell bestimmt werden.

Im unmittelbaren Anschluss an den Lötvorgang sollten zwingend die übrig gebliebenen Rückstände des Flussmittels mit einem feuchten Lappen entfernt werden. Ein kleiner Tropfen Spülmittel erleichtert das Abtragen der unerwünschten Rückstände. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass das Metall noch eine gewisse Resthitze innehat, während man die Flussmittelrückstände entfernt, da nach der Erkaltung des Kupfers oder des Zinks das Entfernen deutlich anstrengender ist.

Für die direkte Nachbehandlung der gelöteten Dachrinne kann ein Pflegeöl verwendet werden, dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da es ausschließlich der Optik der gelöteten Stelle dient. Sollte der Vorgang des Lötens der Dachrinne erfolgreich abgeschlossen sein, so ist das Entwässerungssystem von nun an wasserdicht und verfügt ebenfalls über eine hohe Widerstandsfähigkeit. Ob der Vorgang geglückt ist, kann man testen, indem man einen Wasserfluss erzeugt und darauf achtet, ob die Dachrinne dicht ist. Bei Misserfolg muss der Prozess des Lötens wiederholt werden.

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