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Dacheinläufe



Jeder, der ein Flachdach, eine Terrasse oder einen Balkon hat, kennt die Sorgen im Herbst und Winter, wenn es viel regnet. Nicht immer verdunstet das Regenwasser schnell genug. Läuft das Wasser nicht gut ab, steht mitunter die Wohnung oder das Haus unter Wasser. Um unnötigen Stress zu vermeiden, sollte von Anfang an auf eine gute Entwässerung mit Dachabläufen geachtet werden.

Im Fachhandel werden verschiedene Varianten aus Zink, Kupfer, Kunststoff, Aluminium oder verzinktem Stahl angeboten. Generell ist Aluminium nicht so belastbar wie andere Metalle und dazu anfälliger. Die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit der Kunststoffe hat sich in den letzten Jahren gebessert. Zur Vermeidung von Kondenswasserbildung gibt es sogar Modelle mit Wärmedämmung.

Im Winter ist eine eingebaute Heizung sinnvoll, um Vereisungen zu vermeiden. Wichtig ist jedoch in jedem Fall immer ein Schmutzfang, der eine Verstopfung durch Laub, kleine Steinchen und Schmutz verhindert. Diese Ablauflaubfänge sind aus robusten, witterungsbeständigen Materialen wie Gusseisen, Polyethylen oder rostfreiem Stahl. Sie werden direkt auf den Dachabläufen befestigt. Natürlich empfiehlt es sich auch in diesem Zusammenhang alle Einläufe und Dachrinnen regelmäßig zu kontrollieren und zu reinigen.

Wenn sich auf einem Flachdach Pfützen bilden, sollte man unbedingt weitere Maßnahmen in Erwägung ziehen. Meistens ist dies auf unzureichendes oder falsches Gefälle, sowie eine unzureichende Anzahl an Dachabläufen zurückzuführen. Mitunter muss dazu der vorhandene Aufbau erneuert werden oder eine neue Schicht zusätzlich aufgetragen werden, um das notwendige Gefälle des Daches zu erreichen.

Um ein Flachdach ausreichend zu entwässern, müssen mindestens zwei Dachabläufe angebracht werden. Wenn möglich, sollte das Wasser auf einem Flachdach immer über eine innen liegende Entwässerung abgeführt werden. Das Wasser gelangt in der Wasser führenden Schicht oder auch „Abdichtungsschichte“ genannt, über eine Gefälledämmung schließlich zu dem Ablauf und wird von dort aus über das innen liegende System weitergeleitet. Balkone und Terrassen, die begehbar und befahrbar sind, fordern eine höhere Belastbarkeit.

Der oben genannte beheizte Ablauf ist in vielen Regionen nicht unbedingt erforderlich. Weitaus häufiger kommt es zu Verstopfungen aufgrund von mangelnder Pflege und Reinigung der Abläufe. Weitere Gründe für Mängel können Einbaufehler oder Materialermüdung durch Korrosion sein.

Bei baulichen Maßnahmen sollte immer der Brandschutz berücksichtigt werden. Vor allem bei Altbauten ist der Brandschutz häufig nicht gewährleistet. Brandschutz-Dachabläufe bestehen aus nicht brennbaren Materialien wie zum Beispiel Gusseisen und Edelstahl, sowie einem Einsatz aus einer intumeszierenden Masse, der ausgetauscht werden kann. Die „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ erhält nur ihre Gültigkeit, wenn die Abläufe einer Brandprüfung unterzogen wurden. Diese müssen auf Flachdächern eingebaut werden, wenn der Abstand zwischen den Dachabläufen und einer aufsteigenden Wand weniger als fünf Meter beträgt. Im Brandfall unter dem Flachdach und einer Temperatur über 150 Grad, verschließt eine durch einen Federmechanismus ausgelöste Klappe die Öffnung. Die Intumeszenzmasse quillt zugleich auf und verschließt den Stutzen, so dass weder Rauch noch Feuer hindurch dringen können.

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