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Bodentreppe



Bei der Suche nach der idealen Bodentreppe spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. So ist zunächst die Platzfrage von großer Tragweite. Steht genug Raum zur Verfügung, so kann durchaus eine normale Treppe eingebaut werden. Fest installierte Treppen können entweder mit offenen oder geschlossenen Setzstufen, nach rechts oder nach links gewendelt oder gerade verlaufend gebaut werden. Am besten sind sie mit einem Geländer bestückt, welches aus Holz oder Metall gefertigt sein kann.

Wenn weniger Raum zur Verfügung steht, dann sind so genannte Raumspartreppen eine Lösung. Diese haben wechselseitig geschwungene und abgerundete Stufen, die jeweils nur mit dem linken oder dem rechten Fuß begangen werden können. Diese Treppenbauweise ist zwar in der Benutzung etwas gewöhnungsbedürftig, passt jedoch auf kleinsten Raum. Wenn mehr Platz zur Verfügung steht, sind auch Spiraltreppen oder Mittelholmtreppen eine Variante.

Empfehlenswert sind Bodentreppen, die im Dachboden verstaut werden können und nur im Bedarfsfall herausgeholt werden. Hier stehen diverse Modelle zur Auswahl. Es gibt Klappleitern, die meistens aus drei Teilen bestehen und aus der Bodenluke heraus geklappt werden. Diese Treppen werden in Holz oder Metall angeboten. Etwas komfortabler sind Treppen, die sich ausziehen lassen, die so genannten „Scheren-Treppen“ aus Metall. Bei der Wahl der passenden Bodentreppe spielt auch der zur Verfügung stehende Raum eine Rolle. Danach richten sich die Breite der Treppe, der Ausklappwinkel und die mögliche Stufentiefe.

Die Grundlage für beide Bauweisen ist eine im Dachboden eingelassene Bodenluke, in die ein so genannter Futterkasten eingebaut wird. Je nach Ausstattung und Preis kann diese Luke aus mehr oder weniger schönen Hölzern bestehen. Stabil muss er auf jeden Fall sein. Der Lukendeckel sollte möglichst über eine spezielle Wärmedämmung verfügen, damit nicht zu viel Energie über diese Schwachstelle entweicht. Hierfür werden meist Deckel nach dem Sandwich-Prinzip angeboten. Außerdem sollte er luftdicht schließen. Es lohnt sich, beim Hersteller nach ISO Prüfungen und Gütesiegeln zu fragen. Auch die Feuerwiderstandsdauer des Lukendeckels gilt es zu bedenken.

Die Leitern weisen je nach Bauart und Material unterschiedliche Belastbarkeiten auf. Die Stufen selbst sollten rutschsicher sein. Zur Treppe gehört der Bedienstab. Mit diesem Stab lässt sich die Bodenluke von unten öffnen. Zu beachten ist, dass dies meist von älteren Personen nicht so gut bewerkstelligt werden kann. Meist bieten die Händler optional noch weiteres Zubehör an, wie zum Beispiel Bodenschutzkappen, damit der Fußboden nicht verkratzt wird, und einen Handlauf, der meist als Teleskop angebracht wird. Zu empfehlen ist für den Lukenbereich im Dachboden ein so genannter „Lukenschutz“. Das heißt, dass oben auf dem Boden um die Luke herum ein dreiseitiges Geländer als Schutz angebracht wird.

Gerade für ältere Menschen dürfte sich die elektrische Variante der Scheren-Treppe sehr gut eignen. Hier kann die Treppe ganz bequem elektrisch ausgefahren werden, ohne dass erst noch mit Muskelkraft die Treppe ausgezogen werden muss. Moderne elektrische Scheren-Treppen verfügen über einen Spindelhubmotor und werden bequem per Fernbedienung gesteuert. Spezielle Wärmeschutz-Hauben fungieren als zusätzlicher Wärme-, Staub- und Schallschutz und werden auf der Luke oben im Dachbodenbereich angebracht. Dies sollte der Bauherr aber vorab ins Kalkül ziehen, denn dies lässt sich nicht ohne weiteres nachrüsten, ebenso wie die Oben-Bedienung. Diese Zusatzfunktion ermöglicht ein Öffnen und Schließen der Scheren-Treppe und des Lukendeckels.

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