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Bodenplatte Kosten und Aufbau



Eine Bodenplatte bezeichnet ein Fundament für unterschiedliche Bauten. Am häufigsten taucht dieser Begriff im Bereich des Hausbaus auf. Eine Bodenplatte wird verwendet, um ein stabiles und sicheres Fundament zu ermöglichen. Auch bei einem Kellerbau, muss eine Bodenplatte vorhanden sein. Viele Fundamente die streifenförmig aufgebaut sind, werden auch als Bodenplatte bezeichnet, obwohl es sich dabei nicht um eine vollständig durchgängige Platte handelt. Oft wird darauf zusätzlich eine dünne Platte aus Beton aufgesetzt, was jedoch wiederum mit höheren Kosten verbunden ist. Diese dient bei einer unzureichenden Stärke der Platte, lediglich zur Abgrenzung zum darunter liegenden Boden. 

Man spricht nur dann von einer wirklichen Bodenplatte, wenn diese eine tragende Funktion hat, und durchgängig gegossen ist, damit die Auflast gleichmäßig verteilt werden kann. Neben der tragenden Funktion dient die Bodenplatte auch zur Isolierung. Während bei besonders alten Häusern noch auf eine Bodenplatte verzichtet wurde, kommt sie heute bei so gut wie jedem Haus zum Einsatz. Lediglich spezielle Holzhäuser, die einen hinter lüftenden Bodenaufbau besitzen, verzichten auf eine Bodenplatte.

Je nach Bodenbeschaffenheit wird eine Vollplatte, ein Punktfundament oder ein Streifenfundament verlegt. Je instabiler der Untergrund ist, desto eher muss eine durchgängige Platte gegossen werden. Einzelne Pfeiler oder Stützen können auch auf Einzelfundamente gestellt werden, um die Belastung angemessen zu verteilen. Finanziell gesehen ist eine durchgängige Fundamentplatte meist günstiger, als ein Streifenfundament mit unterschiedlichen Höhen. Letzteres wird zum Beispiel bei Häusern mit einem komplizierten Grundriss erforderlich. Besonders das Ausschachten der Fundamentstreifen kostet viel Zeit und ist somit meist teurer, als die bei einer durchgängigen Fundamentplatte höhere Menge an Beton.

Der Vorteil einer Platte ist der, dass das Haus sich nicht ungleichmäßig setzen kann. Risse in den Wänden werden somit effektiv verhindert. Jedes Fundament, egal um welchen Aufbau es sich handelt, muss frostfrei gegründet sein. In den meisten Teilen von Deutschland reicht eine Mindesttiefe von etwa 80 Zentimetern, da in vielen Gegenden die Witterung eher mild ist. In Gegenden wo es zu besonders niedrigen Temperaturen kommt, ist eine Tiefe von 150 Zentimetern empfehlenswert, um das Fundament vor Frost zu schützen.

Bei Energiesparhäusern ist eine gedämmte Bodenplatte fast unumgänglich. Bei einem Passivhaus, ist dies sogar eine Grundvoraussetzung, um diesen Energiestatus zu erhalten. So genannte Thermobodenplatten sind nicht nur Wärme dämmend, einige beinhalten sogar eine integrierte Flächenheizung, sodass sie sogar Wärme abgeben können. Da auf Basis der Niedrigtemperatur gearbeitet wird, ist nur eine Vorlauftemperatur von 30 bis 35 Grad Celsius notwendig, was besonders energiesparend ist. Der Beton wird so zum Energiespeicher und wärmt die Räume effektiv.

Die Kosten für eine Bodenplatte sind nicht eindeutig festzuschreiben, da sie von Anbieter zu Anbieter variieren. Bei einer durchgängigen Platte beginnen die Preise bei circa 30 Euro pro Quadratmeter. Bei diesem Preis müssen aber zusätzlich noch einige Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden. Kosten von bis zu 100 Euro pro Quadratmeter sind möglich. So variieren die Preise bei einem 100 Quadratmeter großen Haus zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Ein Streifenfundament schlägt mit circa 180 Euro pro Quadratmeter zu buche. Ein Keller kostet zwischen 30.000 und 40.000 Euro.

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