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Bitumenwellplatten



Ob Dacheindeckung, Wetterschutz für den Sitzplatz, Wandverkleidung oder Windschutz: In allen Bereichen kommen häufig Bitumenwellplatten zum Einsatz. Dass dies so ist, liegt an ihrer Vielseitigkeit, ihren Eigenschaften, den geringen Kosten und der Farbauswahl aber auch der leichten Handhabung aufgrund des vergleichsweise geringen Gewichts. Da sie völlig wartungsfrei sind und eine lange Lebensdauer besitzen, sparen sie zudem auf Dauer Geld.

Bitumenwellplatten selbst montieren

Um Bitumenplatten zu montieren werden lediglich Hammer, Nägel, Richtschnur, Säge und ein Minimum an handwerklichem Geschick benötigt. Im Außenbereich sollten die Nägel möglichst feuerverzinkt oder aus Stahl sein. Bei einer Dacheindeckung zu beachten ist, dass die Dachneigung mindesten 10 Grad betragen sollte.

Die Unterkonstruktion

Als Unterkonstruktion für die Bitumenwellplatten dient eine Trag- und Konterlattung, wobei erstere aus Latten von mindesten 4,5 x 4,5 Zentimeter und die Konterlattung von mindestens 6 x 6 Zentimeter starke Kanthölzern gebildet sein muss. Die Traglattung wird auf einer dampfdurchlässigen Unterspannbahn, die entstehendes Schwitzwasser abfängt, aufgebracht.
Je flacher die Dachneigung ist, umso enger muss der Abstand der Traglatten gewählt werden, da bei flachen Dächern eine weit größere Last auf der Lattung ruht als bei Steildächern. Als Richtwert kann ein Abstand von 45 Zentimetern bei einer Neigung von 25 Grad angenommen werden.

Aufbringen der Bitumenwellplatten

Beim Verlegen der Bitumenwellplatten auf der Unterkonstruktion wird seitlichen am Abschluss des Daches, dem Ortgang, und vertikal am unteren Rand, der Traufe, begonnen und zwar stets entgegen der Hauptwindrichtung. Die nächste Platte wird zunächst mit einer Säge halbiert, um beim weiteren Verlegen eine Vierfach-Überdeckung zu vermeiden. Seitlich überdecken sich die Platten um eine Welle, in Gegenden mit Starkregen besser um zwei Wellen. Die Längsüberdeckung sollte 15 Zentimeter betragen und in den Regenzonen mindestens 20 Zentimeter.

Am oberen und unteren Abschluss der Bitumenwellplatten muss senkrecht zur Dachneigung in jeder Welle ein Nagel geschlagen werden, während auf der Fläche dazwischen ein Nagel in jeder dritten Welle genügt. Für die äußerste Welle am Ortgang empfiehlt es sich, die Nägel leicht schräg nach innen zu schlagen, damit die Platte besser angedrückt wird und Spannungen, die etwa bei Temperaturschwankungen auftreten können, so nicht zum Anheben des Plattenrandes führen.

Abschlüsse richtig bemessen

An der Traufe, also am unteren Dachrand, darf der Überstand der Bitumenwellplatten nicht mehr als 5 Zentimeter betragen. Für den Fall, dass eine Dachrinne vorgesehen ist, müssen die Halterungen für diese an der Unterkonstruktion befestigt werden. Nicht zwingend nötig aber durchaus sinnvoll ist es, dort die Hohlräume der Wellen mit einem Gitter oder einem Traufentlüftungskamm zu verschließen, damit der Einflug von Vögeln verhindert wird. Elastische Firsthauben werden ebenso wie Giebelwinkel, die für die unterschiedlichen Dachneigungen geeignet sind, am First befestigt.

Die Überdeckung sollte hier durchgehend mindestens 10 Zentimeter betragen und eine Befestigung mit Nägeln erfolgt wiederum auf jedem Wellenberg der darunter liegenden Platte. Für den Ortgang gibt es von den Herstellern in der Regel spezielle Abschlussprofile, die wie die Traufentlüftungsgitter nicht unbedingt notwendig sind, deren Anbringung aber, nicht zuletzt auch optisch, durchaus sinnvoll erscheinen.

Ausreichende Belüftung

Während ein dichtes Dach gegen Regen natürlich gewünscht ist, sollte hingegen Luft ein- beziehungsweise ausströmen können. Dies ist unbedingt notwendig, damit Schwitzwasser sowie Stauwärme entweichen kann. Für diesen Zweck gibt es von verschiedenen Herstellern spezielle Dachentlüfter oder Lüftungsstutzen, die in den Rahmen eingefügt und ausgerichtet werden.

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