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Betonfarbe in der Garage



Wer seinen Garagenboden verschönern will, wird auf einige Hindernisse stoßen. Welche Farbe ist geeignet? Warum reicht nicht schon eine handelsübliche Betonfarbe aus? Was muss beachtet werden, um die Garage langlebig mit einer schönen Farbe zu beschichten, die auch in späterer Zeit noch schön ist? Doch auch Hobbybastler können mit wenigen Tipps aus ihrer Garage einen angenehmen Ort machen.

Den Untergrund vorbereiten

Wichtig ist, wie bei allen Streicharbeiten, dass der Untergrund sauber, trocken und fettfrei ist. Letzteres ist vor allem in Garagen nicht einfach, da ältere Autos zum Ölen neigen und auch Benzinreste auf alle möglichen und unmöglichen Arten ihren Weg zum und auch in den Boden finden.

Tipp:

Es muss nicht gleich tief in die Tasche gegriffen und eine Schleifmaschine gekauft werden. Bei einmaligen Angelegenheiten lohnt es sich eher, einen Bodenschleifer auszuleihen. Viele Baumärkte bieten solche Maschinen gegen Gebühr zum Verleih an. Fragen kostet bekanntlich nichts.

Nach dem Abschleifen wird der Boden noch einmal abgefegt und so eventuelle Staubreste entfernt. Im Anschluss muss eine Grundierung aufgetragen werden, die den Beton haftfähig macht. Diese Grundierungen gibt es lösemittelfrei und auf Wasserbasis, tun aber genauso ihre “Pflicht” wie ihre lösemittelhaltigen Geschwister. Die Grundierung wird nach Anleitung verdünnt oder pur gleichmäßig mit einer Farbquaste, auch Kleisterquaste genannt, aufgetragen und entsprechend der Herstellerangaben mehrere Stunden durchgetrocknet.

Die richtige Farbe

Wie schön wäre die Welt, wenn alles einfach wäre. Wenn der Griff zur einfachen Betonfarbe auch für die Garage ohne Konsequenzen wäre. Dem ist leider nicht so. Garagenböden sind gleich mehreren Strapazen ausgesetzt. Erstens, das Auto. Ständig wird hinein und hinausgefahren. Der Gummi reibt auf dem Bodenbelag herum und auch der Fahrer läuft immer wieder durch die Garage, sei es, weil er etwas sucht oder seine Garage gar zu einer Hobbywerkstatt umfunktioniert hat. Ebenso sind Benzinreste und Motoröle strapazierende Faktoren, die dem Boden zusetzen können. Zudem muss ein Garagenboden die Eigenschaft der Versiegelung für solche Substanzen bieten.

Die Lösung bieten hier 2-Komponenten-Farben. Wer ganz gründlich vorgehen will, nutzt sogar eine 2-Komponenten-Farbe auf Epoxidharzbasis. Diese wirken nicht nur wasserabweisend, sondern versiegeln den Boden vollständig. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass eventuell feiner bis gröberer Sand bei der Verarbeitung aufgestreut werden sollte, da Epoxidharze für gewöhnlich bei Nässe zu rutschigen Untergründen werden.

Auftragen der Farbe

Bei einer 2-Komponenten-Farbe ist es wichtig, schnell zu arbeiten. Die beiden Komponenten werden in einem bestimmten Verhältnis miteinander gemischt, das der Herstellerbeschreibung zu entnehmen ist. Dadurch reagieren beide Stoffe chemisch miteinander und verbinden sich so zu einer strapazierfähigen und auch haltbaren Farbe. Diese wird, je nach Beschaffenheit der Farbe, entweder ausgegossen und mit einer Rolle gleichmäßig verteilt oder wie auch Wandfarbe mit der Rolle aufgenommen und ausgerollt. Anschließend wird die Trocknungszeit eingehalten und eventuell noch eine Schicht aufgetragen.

Tipp:

2-K-Farben trocknen ausgesprochen schnell. Es ist daher besser, nur kleine Mengen anzurühren, bei denen sichergestellt werden kann, dass sie in der Verarbeitungszeit auch aufgetragen werden können. Die Verarbeitungszeit liegt meistens bei zirka 30 Minuten, selten mehr. Zudem sollte auch auf eine Teleskopstange zurückgegriffen werden, um nicht unnötig auf dem Boden zu knien.

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