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Badewanne verkleiden



Keine Badewanne ohne die passende Verkleidung. Doch was, wenn der Profi zu teuer ist? Ein halbwegs begabter Hobby-Heimwerker wird kaum Schwierigkeiten damit haben, die neu eingebaute Badewanne mit Fliesen zu verkleiden. In einfachen Schritten lässt sich diese Arbeit binnen weniger Stunden durchführen. Wir zeigen, wie es geht.

Die Wanne einbauen

Zunächst einmal muss die neue Badewanne eingebaut und ausgerichtet werden. Zuvor muss jedoch eine Rahmenkonstruktion erstellt werden. Alternativ zu Holzrahmen sind auch Konstruktionen bestehend aus Metallschienen und –trägern in Baumärkten erhältlich. Besonders wichtig ist die Passgenauigkeit, um der Badewanne einen perfekten Sitz zu bieten. Steht der mit dem Boden verschraubte Rahmen, so muss die Badewanne nur noch hineingelassen und mithilfe einer Wasserwaage genau ausgerichtet werden. Sinnvoll ist es, sich beim Einlassen der Badewanne durch eine zweite Person helfen zu lassen. Die meisten Wannen verfügen über verstellbare Füße, ähnlich wie bei Küchenschränken. Ist dieser Schritt abgeschlossen, kann das Verkleiden der Wanne beginnen.

Die Verkleidung

Die Grundverkleidung der Badewanne besteht aus Holzplatten. Sofern es sich um eine Rundbadewanne handelt, sollten diese möglichst flexibel sein. Der Vorteil an den Platten ist, dass sich diese individuell auf die zu verkleidende Fläche zuschneiden lassen. Der wichtigste Schritt vor dem Einsetzen ist das Auftragen von Silikon an der oberen Kante jeder Platte. Erst, wenn das Silikon aufgetragen wurde, kann die Platte in die Konstruktion eingesetzt werden. Das Silikon selbst dient der Abdichtung. Schließlich soll das Holz keine Feuchtigkeit ziehen. Bevor die letzte Platte eingesetzt wird, kommt der Hartschaum zum Einsatz. Mit diesem wird der gesamte Zwischenraum zwischen Wanne und Verkleidung ausgespritzt. Da das Material durchaus brüchig sein kann, ist beim Platzieren der Platten äußerste Vorsicht geboten. Ratsam ist es auch, eine Einsparung in einer der Platten einzuplanen. Durch diese ist es möglich, die Wanne nachträglich zu richten, bevor der Hartschaum komplett durchgehärtet ist.

Die Vorbereitung zum Fliesen

Logischerweise sind zwischen den einzelnen Bauplatten Fugen zu sehen. Diese müssen vor dem Fliesen mit Gipsgewebe verspachtelt werden. Eine gerade Fläche zu erzielen hat nun oberste Priorität. Im Bereich des Verspachtelns ist Präzision gefragt. Ein wenig Geschick und Geduld vorausgesetzt, stellen aber auch diese Vorbereitungen kaum ein Problem für den Hobby-Handwerker dar. Sind sämtliche Verbindungsstöße erst einmal verspachtelt worden, muss nur noch auf das Durchtrocknen des Gipsgewebes gewartet werden, bevor der Endspurt der Verkleidungsarbeit, das Fliesen, beginnen kann. Wer die Größe der Konstruktion schon im Vorfeld durchdacht hat, muss nur noch wenige Fliesen an den Seitenwänden zuschneiden. Optisch ist es allemal schöner, wenn zumindest die Badewannenfront frei von geschnittenen Fliesen bleibt und ein einheitliches Gesamtbild ergibt.

Das Fliesen der Verkleidung

Bereits nach etwa 4 Stunden – je nach Vorkenntnis und Übung – ist die Badewanne bereit für ihr letztes Gewand, die Fliesen. Diese können nun mithilfe von speziellem Fliesenkleber auf die Holzplatten gebracht werden. Die oben erwähnte Aussparung zum Nachstellen der Badewanne muss dabei selbstverständlich ebenfalls übergefliest werden. Wer sich schon einmal fertige Wannen angesehen hat, der weiß jedoch, dass diese Öffnung durch eine einzelne Fliese, die nicht verklebt wird, verdeckt werden kann. So ist der Weg zu Abfluss und Badewanne selbst auch nach Jahren noch frei. Letzten Endes ist es reine Geschmackssache, ob eine Fliese lediglich eingeklemmt oder festgeklebt wird.

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