Zum Inhalt springen



Außentreppe bauen



Eine Außentreppe wertet jeden Eingangsbereich oder auch den Garten optisch auf. Bereits mit einfachsten Mitteln und unterschiedlichen Materialien lassen sich schöne Treppen-Anlagen bauen. Dabei geben die Umgebung und der Baustil auch die Bauart der Treppe vor. Eine moderne Stahlkonstruktion als Zugang zu einem romantischen Fachwerkhaus wäre zum Beispiel unpassend und würde die Optik zerstören.

Oft ist es notwendig, eine zusätzliche Außentreppe aus brandschutzrechtlichen Gründen zu bauen. Bei neueren Gebäuden werden dafür häufig Treppen-Anlagen aus Metall verwendet. Diese können gerade und mit Absätzen oder als Wendeltreppen gewählt werden. Dabei bietet sich jedoch die gerade Variante an, da diese bei Fluchtwegen deutlich im Vorteil ist, aufgrund der geringeren Sturzgefahr. Für Feuertreppen sollte ein besonders stabiles Geländer angebracht werden, möglichst etwas höher als die Vorschrift es verlangt und mit Querverstrebungen, um auch dichtem Gedränge Stand zu halten.

Steintreppen, wie sie auch gern bei historischen und öffentlichen Gebäuden verwandt werden, können aus Klinkern oder großen Stein- oder Betonquadern gefertigt werden. Diese Materialien sind bei jedem Baustoffhändler erhältlich in vielen verschiedenen Ausführungen. Oft werden Steintreppen mit gemauerten Wangen und darin integrierten metallenen Geländern in Schmiedeoptik ergänzt.

Für Fachwerk- oder Holzhäuser bietet sich eine hölzerne Außentreppe an. Eine Überdachung sollte für sämtliche Varianten in Betracht gezogen werden. Sie schützt vor der Haustür vor Wind und Wetter, beispielsweise während der Suche nach dem Haustürschlüssel. Auch im Winter bietet sie den Vorteil, dass Eisglätte und Schneefegen vor dem Eingangsbereich wegfallen.

Besonders robust und darüber hinaus einfach zu setzen sind massive Blockstufen aus Granit oder Sandstein. Tritt- oder Setzstufen sind meist 3 cm stark und können auf vorhandene Betonplatten gelegt werden. Aber auch aus Bord- oder Pflastersteinen können Treppenstufen selbst angefertigt werden. Blockstufen sind nicht nur besonders robust, sondern auch sehr einfach in der Handhabung.

Beim Verlegen sollte eine Methode gewählt werden, die unerwünschte Kalkausblühungen verhindert. Nachdem das Stufenfundament mit Beton aufgefüllt und verdichtet wurde, können die Blockstufen verlegt werden. Dabei sollte auch auf die Möglichkeit zur Entwässerung geachtet werden.

Bei Tritt- und Setzstufen wird ein Vollfundament benötigt, auf das eine Splittermörtelschicht aufgetragen wird. Auf dieser werden dann die Platten mit einem Gummihammer ausgerichtet. Stellstufen eignen sich für weniger genutzte Gartenbereiche, wobei die Vorderseite der Stufen mit Rasenkantensteinen oder größeren Pflastersteinen gestaltet werden kann. Die Auftrittsfläche kann dann mit Pflastersteinen oder -platten gefüllt werden.

Liegt die Treppenanlage an einer Böschung, ist keine Begrenzung notwendig, jedoch sollte auf die Möglichkeit zum Abfluss des Wassers geachtet werden. Müssen größere Höhenunterschiede überwunden werden, sollten die Seiten der Treppenanlage mit geeigneten Materialien verkleidet werden, um optisch ansprechend zu wirken. Dazu gibt es im Handel vielfältige Möglichkeiten wie Mauersteine oder Palisaden in verschiedenen Ausführungen.

Zuerst wird die Treppenbegrenzung gesetzt, sobald die seitliche Einfassung steht und das Fundament ausreichend Festigkeit bietet, können die Stufen eingebaut werden. Ob und welche Geländer mit Handlauf angebracht werden müssen, entscheidet neben dem persönlichen Geschmack auch die örtliche Bauordnung.

Weitere Artikel:




« Natursteinteppich selbst verlegen – Entkopplungsmatte verlegen »

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

Kommentar-RSS: RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Hinterlasse einen Kommentar